Die Geschichte des „Amen Break“ – Jetzt als Exponat im Online.Museum von „Recht auf Remix“

Eintritt ins Online.Museum

Eintritt ins Online.Museum von „Recht auf Remix“

Über die Initiative Recht auf Remix, die damit verbundenen Aktivitäten und das Online.Museum wurde in diesem Blog ja schon an verschiedenen Stellen geschrieben (zum Beispiel hier, hier oder hier). Vor ziemlich genau einem Jahr wurde das Online.Museum feierlich mit verschiedenen Exponaten aus den Bereichen Internet Meme, Visuelle Medienkultur, Musik, Remix vor Gericht und Crossover eröffnet. Seitdem sind immer wieder mal neue Exponate hinzugefügt worden, auch um die Dynamik von Remix und Webculture zu betonen.

Lorenz Gilli von der Universität Siegen und Georg Fischer vom Graduiertenkolleg „Innovationsgesellschaft heute“ der TU Berlin verfolgen in ihrem neuesten Exponat für das Museum die Geschichte eines der einflussreichsten Samples der Musikgeschichte, dem berühmt-berüchtigten „Amen Break“. Nach dem Einspielen des Originalstücks „Amen, Brother“ von The Winstons im Jahr 1969 fristete das Stück lange Zeit das typische Dasein einer B-Seite und blieb nahezu unbekannt. Als DJs und Produzenten ab den 1980er Jahren jedoch frische Breakbeats für ihre Mixes und Tracks suchten, erhielt ein sechssekündiger Drum-Fill aus „Amen, Brother“ ein zweites, weitaus erfolgreicheres Leben. Mittlerweile gehört der „Amen Break“ zu den am meisten gesampelten Fragmenten in der Popmusik überhaupt, stand Pate für unzählige Remixes und ist aus Genres wie Drum’n’Bass, HipHop oder House nicht mehr wegzudenken.

SUPERCOPY – Festival der Samplingkultur, 7.-10. Mai in Mannheim

supercopy-banner

Ein richtig tolles und informatives und spannendes und unterhaltsames Festival zur Kultur des Samplings steht bevor: Es trägt den großartigen Namen SUPERCOPY und findet am zweiten Maiwochenende in verschiedenen Locations in Mannheim statt. Es gibt Vorträge, Workshops, Konzerte, DJ-Sets, Ausstellungen und am Samstag sogar ein eigenes Symposium, veranstaltet vom Institut für deutsche Sprache Mannheim. Am Sonntag wird außerdem der Film über den berühmt-berüchtigten Kunstfälscher Beltracchi gezeigt. Das Programm dreht sich also in vielfältiger Weise um die Kunst des Kopierens und möchte zahlreiche Aspekte beleuchten: Plagiate, Nachahmung, Neuschöpfung, Originalität, Remix Culture, Rekontextualisierung, die Spannung zwischen Alt und Neu oder Probleme mit Urheberrechten bzw. Copyrights.

Die Website ist – dazu passend – ein Tumblr: supercopy-festival.tumblr.com

Hier mal ein Auszug aus Pressetext und Programm:

3,5 Milliarden Jahre Sampling. Ohne Wiederholung und Variation gäbe es keine Evolution und schon gar keine Plattenspieler und Sampler, keine digitale Textverarbeitung und auch kein Copyright. Kopiert wurde schon immer, aber erst seit der digitalen Revolution ist der Kampf so richtig entbrannt um das geistige Eigentum, „das Öl des 21. Jahrhunderts“, wie der Milliardär und Medienunternehmer Mark Getty sagt.

Die ganze Welt auf einem ipod! Nie zuvor hatten wir Zugang zu mehr Werken der Kultur als heute, und nie zuvor war mehr davon im Besitz privater Hände. Das interdisziplinäre Festival SUPERCOPY widmet sich in seiner ersten Ausgabe dem wandelnden Verhältnis von Original und Kopie in Kunst, Technologie und Ökonomie. An vier Tagen präsentiert SUPERCOPY in Mannheim internationale Konzerte, Filme, Performances, Ausstellungen, Workshops und Vorträge an verschiedenen Orten der Stadt.

Vor 40 Jahren erfanden DJs in der South Bronx die ersten Breakbeats und eroberten sich mithilfe billiger japanischer Elektronik die Musik von der Industrie zurück. Was an den Rändern der Gesellschaft begann, ist heute allgegenwärtig: Die Popmusik ist gründlich durchgesampelt, aber auch Literatur, Mode, Film und die Welt der Bilder. Auf Youtube und hundert weiteren Plattformen im Netz und in der materiellen Welt arbeiten die neuen Prosumers an der Auflösung der Grenzen zwischen Konsum und Produktion, Plagiat und Zitat, Kunst und Trash, innovativ und retro, genial und dilettantisch, meins und deins. Was kommt nach Original und Kopie? SUPERCOPY.

 

Kutiman Orchestra - TLV1

Kutiman Orchestra – TLV1

SUPER PROGRAMM

Donnerstag, 7. Mai

18:00 Uhr / zeitraumexit / Kantine / ERÖFFNUNG DES FESTIVALS

18:00 – 21:00 Uhr / zeitraumexit / Kantine / EVERYTHING IS A REMIX – Ausstellung

19:00 Uhr / zeitraumexit / KOPIEREN ALS KULTURTECHNIK – Vortrag

21:00 Uhr / Alte Feuerwache / YOUR BROTHER. REMEMBER? – Performance

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Freitag, 8. Mai

15:00 – 20:00 Uhr / zeitraumexit /  Kantine / EVERYTHING IS A REMIX – Ausstellung

20:00 Uhr / zeitraumexit / Kubus / SPLITTER – Performance

20:00 – 21:30 Uhr / Alte Feuerwache / TWIT ONE & HULK HODN SAMPLING WORKSHOP

23:00 Uhr / Alte Feuerwache / RADIO LOVE LOVE – DJ-SET

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Samstag, 9. Mai

10:00 – 16:00 Uhr / Alte Feuerwache / KEINE ANGST VOR DER KOPIE – Symposium

15:00 – 20:00 Uhr / zeitraumexit /  Kantine / EVERYTHING IS A REMIX – Ausstellung

16:30 – 18:00 Uhr / Alte Feuerwache / Studio / WAS DARF DIE WISSENSCHAFT – Vortrag

18:30 – 20:00 Uhr / Alte Feuerwache / Studio / FALK SCHACHT & KUTIMAN – Vortrag & Gespräch

20:00 Uhr / zeitraumexit / SPLITTER – Performance

21:00 Uhr / Alte Feuerwache / Halle / KUTIMAN ORCHESTRA

23:00 Uhr / Alte Feuerwache / Halle / FALK SCHACHT DJ-SET, SUPPORT: SONDERSKOOLER

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Sonntag, 10.Mai

14:00 – 15:00 Uhr / Institut für Deutsche Sprache / Vortragssaal / MARTIAL ARTS – Podiumsdiskussion

15:00 – 20:00 Uhr / zeitraumexit /  Kantine / EVERYTHING IS A REMIX – Ausstellung

15:00 / Odeon Kino / KUNST IST EINE LÜGE, DIE UNS DIE WAHRHEIT ERKENNEN LÄSST &
BELTRACCHI – DIE KUNST DER FÄLSCHUNG – Vortrag und Film

18:00 Uhr / zeitraumexit / HATE RADIO – Film

20:00 Uhr / zeitraumexit / HISTORY WILL NOT REPEAT ITSELF – Gespräch

Radio Love Love (c) Jeremy Fueser

Radio Love Love (c) Jeremy Fueser

Sampling ist die zentrale Kulturtechnik des beginnenden 21. Jahrhunderts. Supercopy ist das erste Festival der Samplingkultur und demwandelnden Verhältnis von Original und Kopie in Kunst, Technologieund Ökonomie gewidmet. An vier Tagen präsentiert Supercopy inMannheim internationale Konzerte, Performances, Ausstellungen,Workshops und Vorträge.

Ein Festival von Jan-Philipp Possmann und der Alten Feuerwache Mannheim in Kooperation mit

ZEITRAUMEXIT e.V.

und

INSTITUT FÜR DEUTSCHE SPRACHE
VEREIN FÜR VISUELLE KUNST UND JETZTKULTUR
DEM BEAUFTRAGTEN FÜR KULTUR- UND KREATIVWIRTSCHAFT DER WIRTSCHAFSTFÖRDERUNG DER STADT MANNHEIM
STADTBIBLIOTHEK MANNHEIM
INSTITUT FÜR MEDIEN- UND KOMMUNIKATIONSWISSENSCHAFT DER UNIVERSITÄT MANNHEIM
CLUSTERMANAGEMENT MUSIKWIRTSCHAFT
BASF KULTURMANAGEMENT

So, 16.11.14, 20 Uhr: Feature im Deutschlandfunk zu „‚Pop will eat itself‘- Vom Musikmachen mit Musik. Remix, Plagiat und Copyright“ von Martin Butz

So, 16.11.14, 20 Uhr: Feature im Deutschlandfunk zu „‚Pop will eat itself‘- Vom Musikmachen mit Musik. Remix, Plagiat und Copyright“ von Martin Butz

Diesen Sonntag läuft im Deutschlandfunk ein einstündiges Feature von Martin Butz aus Bremen zum Thema „‚Pop will eat itself‘- Vom Musikmachen mit Musik. Remix, Plagiat und Copyright“. Es verspricht äußerst spannend zu werden, denn Martin hat bereits zu diesem und verwandten Themen geforscht, Seminare gegeben und Vorträge gehalten. Zur Einstimmung hat Martin vor ein paar Tagen ein Interview für die Initiative Recht auf Remix gegeben und schon mal den Zusammenhang zwischen Radio machen (hier ausführlich), Zitieren, Remixing und Urheberrecht erläutert:

Im letzten Jahr habe ich mit meinem guten Freund und Kollegen Fabian von Freier ein Hörstück mit dem Titel “Sammelsurium. Man kann nicht nicht zitieren” für den Deutschlandfunk (DLF) gemacht. Wir haben ein Gespräch über Gott und die Welt, den Kapitalismus, die Moral und das Essen und Fressen zwischen unterschiedlichen Personen fast vollständig mit Zitaten realisiert: Zitate aus wissenschaftlichen und belletristischen Werken, Zeitungen, Rundunk und dem Internet. Die Rechtsabteilung des DLF wusste damit zunächst nichts anzufangen. Das war Neuland. Vom Zitatrecht wurde das definitiv nicht abgedeckt, da das neue Werk nicht nur zitierte, sondern nahezu vollständig aus Zitaten bestand. Also begannen wir, jeden der Zitierten anzuschreiben und nachzufragen, ob wir das so verwenden dürfen. Ich habe dabei einiges über die Konsolidierung im Verlagsgewerbe erfahren. Wir wurden beispielsweise von einem Verlag an den nächsten verwiesen, nur um nachher festzustellen, dass der letzte in der Kette doch wieder zu Random House gehört. Am Ende wurde uns klar: Ein solches Feature – also ein solcher Remix – ist nicht möglich, wenn man jeden der Zitatgeber fragen muss. Der organisatorische Aufwand ist viel zu groß, auch wenn wir in vielen Fällen eine kostenfreie Verwendung erreichten. Lange Rede, kurzer Sinn: Am Ende fand die Rechtsabteilung im DLF heraus, dass wir das ganze über die VG Wort abrechnen können. In unserem Fall reichten also die bestehenden Konstruktionen rund um das Urheberrecht aus. Allerdings mussten wir das erst herausfinden. Und im Musikbereich sieht das ganz anders aus.

Sonntag, 16.11.2014, 20 Uhr im Deutschlandfunk (und danach 7 Tage im Podcast): „‚Pop will eat itself‘- Vom Musikmachen mit Musik. Remix, Plagiat und Copyright“. Ein Feature von Martin Butz.

Simon Reynolds: RetromaniaDie Formulierung „Pop will eat itself“ findet sich übrigens in ähnlicher Form in der kritischen These des Musikjournalisten Simon Reynolds, die er in seinem Buch „Retromania“ vor ein paar Jahren entwickelt hat: Pop beutet seine eigene Vergangenheit systematisch aus, um immer wieder neue Retromoden anzuzetteln. Eine sehr kenntnisreiche Darstellung der Popmusik mit marxistischem Einschlag, die die Idee von der geplanten Obsoleszenz auch in der Musikproduktion einführt. „Retromania“ ist 2012 in der deutschen Übersetzung beim Ventil Verlag erschienen.

Webvideo und Remix: Eine spannende Beziehung

Recht auf Remix Museum

Eintritt ins digitale Remix-Museum

Gestern ist drüben beim Forschungsblog „Webvideo Cultures“ der Universität Siegen ein kleiner Artikel von mir erschienen, in dem das Museum von Recht auf Remix und die dazugehörige Initiative vorgestellt wird. Vielen Dank dafür an Axel Volmar für die Zusammenarbeit!

Ausgangspunkt des Beitrags ist das spannende Verhältnis von Remix und Webvideo. Seitdem das Remixing Alltagspraxis ist und im Grunde jeder Mensch mit digitalen Medienmaterialien wie Musik, Bildern oder Videos hantieren, diese verändern und miteinander kombinieren kann, gibt es urheberrechtliche Probleme. Aus diesem Grund setzt sich die Initiative für eine „Remix-Schranke“ im Urheberrecht ein, die helfen soll, die Praktiken der digitalen Remix-Culture zu legalisieren. Weitere Informationen zur Initiative finden sich hier und hier und hier.

Wir bringen den Remix ins Museum – Feierliche Museumseröffnung von Recht auf Remix am 4. Mai 2014 in der Heinrich-Böll-Stiftung Berlin

Remix und Museum? Zwei Dinge, die bisher so noch nicht richtig zusammen gepasst haben. Bisher. Denn am 4. Mai 2014 wird das erste Online-Museum für Remixkunst feierlich eröffnet. Die Eröffnung bildet den vorläufigen Höhepunkt der Kampagne „Recht auf Remix“, über die ich hier auch schon berichtet hatte und für die ich in den letzten Monaten verschiedene Remix-Exponate im Musikbereich zusammengestellt habe.

recht auf remix

Hier der offizielle Ankündigungstext der Veranstaltung:

„Am 04. Mai, dem Sonntag vor der re:publica, feiert die Initiative für ein “Recht auf Remix” des Digitale Gesellschaft e. V. mit der Eröffnung des Remix.Museums ersten Geburtstag. Ab 18 Uhr werden in den Räumen der mitveranstaltenden Heinrich-Böll-Stiftung zuerst die Remix-Kabarettisten von maschek. aus Wien das humoristische Potential von Remixkultur ausloten, bevor zum Thema “Everything is a Remix = Everything goes?” eine von Judith Horchert (Spiegel Online) moderierte Runde mit dem Autor Dirk von Gehlen, dem Urheberrechtsexperten Till Kreutzer, der Medienhistorikerin Susanne Regener und dem Kulturpolitiker Carsten Werner eine kurze Stunde diskutiert. Im Anschluss daran wird es Brezn, Wein und Remixmusik von Barbnerdy geben.

Als kleinen Teaser zur Einstimmung auf den Event haben Moritz Jacobs – der kreative Kopf hinter der Gestaltung von rechtaufremix.org – und Anne-Céline Soenke gemeinsam mit Freunden ein schönes Video rund um die Frage “Was ist eigentlich Dein Lieblingsmeme?” gedreht:

Ebenfalls am 04. Mai präsentiert wird der Sammelband “Generation Remix: Zwischen Popkultur und Kunst” (iRights.Media), das man als E-Book bereits vorbestellen kann (1 Euro des Verkaufspreises geht als Spende an die Initiative Recht auf Remix):

Im Buch „Generation Remix“ erklären Remixerinnen 
und Remixer, was einen genialen Remix 
auszeichnet, erzählen von ihren Kämpfen mit einem 
veralteten Urheberrecht und präsentieren ihren 
persönlichen Lieblingsremix. Ergänzt werden diese 
Gespräche durch Beiträge der Remixkünstlerin 
Cornelia Sollfrank, des Musikers Georg Fischer, 
des Creative-Commons-Gründers Lawrence Lessig, 
des Urheberrechtsexperten Till Kreutzer, des 
Journalisten und Meme-Experten Dirk von Gehlen 
und anderen.

Der Band ist damit auch unmittelbares Ergebnis jener inzwischen 45 Gesprächen mit Remixerinnen und Remixern, die wir im Laufe des letzten Jahres hier auf rechtaufremix.org veröffentlicht haben.“

17.04.2014: Remix und Sampling bei „Noises“ in Koblenz

Am 17. April 2014 bin in Koblenz eingeladen, um im Rahmen der Noises /ˈnɔɪzɪz/ Reihe einen Vortrag über „Remix und Sampling“ zu halten. In dem Vortrag möchte über die Innovation des Samplings und seine historische Entwicklung, aber auch über den Zusammenhang von Kreativität und Urheberrecht sowie über die Kampagne „Recht auf Remix“ sprechen. Anschließend wird der Remix-Film „R.I.P.! A Remix Manifesto“ gezeigt und es gibt zum Ausklang der schönen Veranstaltung noch eine Silent Disco, wo ich auch auflegen werde… Die Jungs und Mädels von Noises /ˈnɔɪzɪz/ haben letztes Jahr im Juni schon ein spannendes dreitägiges Festival mit dem gleichen Namen auf die Beine gestellt und nun eine monatliche Reihe zu Klang- und Remixkulturen konzipiert, die mit der Veranstaltung zu Remix und Sampling starten wird. Da ist natürlich große Vorfreude meinerseits, auch auf die Silent Disco, das wird auch für mich eine Premiere!

Plakat-noises-A3_web

Aus dem Ankündigungstext:

„Im April startet die /ˈnɔɪzɪz/-Veranstaltungsreihe mit dem Thema Remix und Sampling: DJ-Lecture des Diplomsoziologen und DJs Georg Fischer, Film, DJ-Set. 

Der Berliner DJ und Soziologe Georg Fischer wird in das Thema mit einem multimedialen Vortrag, quasi einer DJ-Lecture, einführen. Da er sowohl seine Diplomarbeit über „Kreativität und Innovation des Sampling“ geschrieben hat, als auch nebenbei unter seinem DJ-Pseudonym Ghost Notes Parties veranstaltet, ist er der ideale Mann für den Job. Unter anderem wird also das kreative Potential aufgezeigt, aber auch die medienrechtlichen und medienethischen Probleme werden nicht unter den Tisch gekehrt. Thematisiert werden auch die Sounds der jeweiligen Technologien, wie zum Beispiel der des Plattenspielers oder des Tonbands. Georg wird auf abwechslungsreiche und anschauliche Weise durch den Abend führen.

Im Anschluss an den Vortrag wird die Doku „RIP! A Remix Manifesto“ gezeigt werden. Der kanadische Regisseur und Internet-Aktivist Brett Gaylor polemisiert in diesem Film gegen das derzeitige Urheberrecht und attackiert die Praktiken von Großkonzernen, die den Großteil der Musik und Patente dieser Welt kontrollieren. Der Film ist ein Manifest für die Copyleft-Kultur. 

Um den Abend abzurunden, wird Georg unter seinem DJ-Pseudonym Ghost Notes auftreten und seine ganz eigene Mischung aus House, Hip-Hop, Breakbeats, Funk und Bassmusic präsentieren. Es wird also jeder auf seine Kosten kommen und auch einige Remix-Klassiker werden sich in dem Set wiederfinden. Dabei ist seine Performance Teil der Silent-Disco des Circus Maximus. 

Wer mehr wissen will kann sich auf folgenden Links informieren
https://jaegerundsampler.wordpress.com/
http://ripremix.com/
https://soundcloud.com/ghostnotesberlin
19.00 Uhr Eintritt frei (auch für die anschließende Silent Disco)*“

recht auf remix

Interview mit „Recht auf Remix“

recht auf remix

Vor etwa zwei Monaten hatte ich bereits die Kampagne „Recht auf Remix“ vorgestellt, die auf der diesjährigen Re:Publica gelauncht wurde. Anfang dieser Woche ist nun ein Interview erschienen, das Leonhard Dobusch, die treibende Kraft hinter Recht auf Remix, mit mir geführt hat. Parallel ist das Interview auch bei netzpolitik.org erschienen. Es geht um Remixkultur, Sampling, Kreativität und das Urhebergesetz. Die letzte Frage zielte übrigens auf meinen „Lieblingsremix“ und ich muss gestehen, dass mich dies etwas ins Grübeln brachte, weil Remixing im DJ-Sektor ja ein derart verbreitetes Marketinginstrument ist (siehe auch Daft Punks „Get Lucky“), dass ich Remixes eigentlich als ganz normale, sozusagen „originale“ Tracks höre – und nicht als Remix. Insofern war’s etwas schwer, etwas Passendes herauszusuchen. Ich hab mich dann, um mich aus der Affäre zu ziehen, für den „breiten“ Remixbegriff entschieden, der auch andere transformative Werke miteinschließt. Und mich für Larry Golds großartige Version von Booka Shades „Night Falls“ entschieden. Hier mal Original und Version im Vergleich: