Crowdfunding für ein Hörbuch zur Geschichte des Urheberrechts

Das Urheberrecht ist eine seltsame Angelegenheit. Eigentlich wurde es konzipiert für eine relativ kleine Gruppe von Akteuren (Künstler, Schriftsteller, Verlage, etc.) und sollte dementsprechend ein Rechtsgebiet sein, das auch nur für wenige alltagsrelevant ist. Durch Digitalisierung, Internet und weitere Entwicklungen ist es aber zu einem Gesetz geworden, dass so ziemlich alle betrifft, die einen Computer benutzen. Jeden Tag. Für die meisten bleibt das Urheberrecht eine Black Box, die schwer zu durchschauen ist und deren Zweck oft fragwürdig erscheint. Dadurch entsteht mindestens ein ungutes Gefühl, manchmal auch Angst und oftmals wird auch Kunst (oder sogar Kommunikation) durch urheberrechtliche Restriktionen verhindert, worauf die Initiative „Recht auf Remix“ aufmerksam macht.

Es wäre also sinnvoll, wenn mehr Menschen über Sinn, Zweck und Konzeption des Urheberrechts Bescheid wüssten, um als mündige und informierte Bürger sich dazu zu positionieren. Dafür möchte der Schriftsteller und Sprecher Fabian Neidhardt, der sich selber auch den Titel „Botschafter des Lächelns“ gibt,😉 den Roman „Incommunicado“ von Michel Reimon als Hörbuch produzieren. Das Buch ist 2012 unter einer CC-Lizenz erschienen und zeigt in romanhafter Darstellung die Entstehung und Entwicklung des Copyrights bis heute. Natürlich werden auch die Schwierigkeiten und Unvereinbarkeiten mit unserem digital geprägten Alltag thematisiert. Aber auch die Möglichkeiten, die es gibt: so soll das Hörbuch ebenfalls unter einer Creative Commons-Lizenz (CC-BY-NC-SA 3.0) veröffentlicht werden.

In diesem kurzen Video stellt Fabian das Projekt und seine Motivation vor:

Die Crowdfunding-Aktion läuft bis zum 31.7.2016 bei Startnext. Bis dato sind schon mehr als 900 Euro von den angepeilten 1500 gesammelt worden, es sieht also wirklich gut aus für das unterstützenswerte Projekt. Meine Unterstützung ist Euch ebenfalls sicher! Viel Erfolg für die Zielgerade!

 

 

 

Beginner – Ahnma (2016)

Die (Absoluten) Beginner sind zurück mit einem neuen Album. Das heißt „Advanced Chemistry“ (!), kommt im August 2016 und dementsprechend läuft jetzt die Promomaschine richtig an, Tourdates, Vorbestellung und so weiter. Der erste Track aus dem Album bekommt zur (Re-)Aktivierung von Hamburg ein Musikvideo spendiert, lässt mich aber etwas zwiespältig zurück. Der Beat knallt und Eißfeldts Part kann auch noch einiges. Gzuz, ganz strategisch gefeatured um jüngere Zielgruppen anzusprechen, wirkt mit seinen vier Lines wie ein Pappkamerad, damit die anderen besser rüberkommen. Und Gentleman, naja – reden wir besser nicht viel drüber, der wirkt mit seiner affektierten Theatralik im Vergleich mit den kühlen Hamburgern mehr als deplatziert. Wenn man sich die Tourdates anschaut, liegt es schon nahe, dass die erste Single (Stichwort „big room sound“) gut in den großen Hallen funktionieren muss, also dass man mitrappen kann und so weiter. Ich finde, in dieser Hinsicht ist der Track gelungen; Hauptgewinner ist für mich aber die Kamera vom Video, denn die Kamerafahrten (oder besser -flüge) in Verbindung mit dem Track machen Lust auf mehr, vor allem auf mehr Hamburg.

 

Das „Getröte“ im Beginner-Beat (dieses Schiffshorn-artige Sample, das sich durch den ganzen Beat durchzieht), erinnert mich entfernt an den Soundtrack von Sicario und macht so ’ne ähnliche düsterne Stimmung.

 

Nachtrag 10.6.16:

Ich wurde auf diese „fixed version“ aufmerksam gemacht, die sich ein Scherzkeks erlaubt hat. Wer also checken will, wie die Beginner feat. Gentleman ungestört von Gzuz ihren Ruhm verwalten, kann sich das hier reinziehen:

Marcus Intalex im Interview: Drum’n’Bass, Berlin, Golf und neues Doppelalbum „Front“/“Back“

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Marcus Kaye alias Marcus Intalex alias Trevino gibt ein Interview für Das Filter und sagt einige kluge Dinge, vor allem über Aufstieg und Fall des Drum’n’Bass, Berlin als creative hub und über seine Liebe zum Golfsport. Fun fact: Seinen House-Pseudonym Trevino hat er übrigens von dem Golfer Lee Trevino.

Die Hochzeit war Ende der 1990er-Jahre. Aber das ganze Business wurde zu sehr von den großen DJs dominiert. Wenn man im Drum and Bass was reißen wollte, brauchte man Tracks, die die Stars im Zirkus spielen. So landete man schnell bei Formelhaftigkeit. Es ging oft um physische Effekte. Es musste knallen. Für Subtiles war da kaum Platz. Heute gibt es zwar viele Ausprägungen von Drum and Bass, aber das Mainstream-Ende davon ist doch – ehrlich – ziemlicher Müll. Es geht nichts vorwärts. Es gibt noch einen Underground, der ist spannend, aber der ist mittlerweile so underground, den sieht man nicht. Am Ende ist das Genre Drum and Bass verflucht. Wer hört heute noch Musik, die das Label trägt?

[…]

Wenn du mit jemandem sprichst, der voll im Drum-and-Bass-Thema ist, wird er dir bestimmt sagen, dass immer noch was passiert. Was ich nicht abstreiten will, es ist nur einfach nicht mehr so populär. Zu Beginn war Drum and Bass rebellische Musik. Es war gegen das bestehende System. Das verfickt hohe Tempo alleine schon – 175 Schläge die Minute passen mit rein gar nichts zusammen. Bei House, Techno und Dubstep ist das anders. Da spielen sich die Tempi im ähnlichen Bereich ab. Die Stile kannst du alle miteinander mixen. Aber Drum and Bass passt da nicht rein. Dann kommt hinzu, dass gerade in England Drum and Bass heute Pop ist. Es läuft im Mainstream-Radio, Tracks gelangen in die Top Ten. So was kann doch keine rebellische Musik mehr sein.

Trevinos neues Doppelalbum heißt „Front“ bzw. „Back“ und klingt echt nice. Die DnB-Nummern von früher mag ich auch, aber seit „Backtracking“ stehe ich einfach auf seinen sehr charakteristischen Sound als House-Produzent.

 

Bundesverfassungsgericht entscheidet zu Gunsten von Sampling und Remixkultur

Das Bundesverfassungsgericht (BVerfG) hat am 31.5.2016 über den Fall „Metall auf Metall“ zwischen der Band Kraftwerk und dem Musikproduzenten Moses Pelham geurteilt. Dabei wurde das Urteil des Bundesgerichtshofs (BGH) von 2012 aufgehoben. Es geht um ein 1,5 langes Sample aus Kraftwerks „Metall auf Metall“ (1977), das Moses Pelham ohne Erlaubnis für das Stück „Nur mir“ (1997) verwendet hatte.

 

Pelham hatte zusammen mit anderen eine Verfassungsbeschwerde gegen das BGH-Urteil eingereicht und dabei vor allem damit argumentiert, dass seine künstlerische Ausdrucksform, das Sampling, und damit eine ganze künstlerische Stilrichtung, nämlich HipHop und ähnliche, nicht mehr möglich wären. Die urheber- und vor allem leistungsschutzrechtlichen Hürden, die der BGH 2012 für das Sampling anlegte, seien dafür zu hochgelegt.

Das BVerfG hat diese Verfassungsbeschwerde grundsätzlich anerkannt, wobei das meiner Meinung nach noch nicht bedeutet, dass Sampling dadurch vollständig legalisiert wäre. Doch die Verfassungstreue, möchte das BVerfG damit zumindest sagen, ist bei der restriktiven Entscheidung des BGH, die mehr Hürden als Möglichkeiten einräumt, nicht mehr gegeben: die BGH-Entscheidung beschneidet die Kunstfreiheit. Damit dürfte die grobe Richtung vorgegeben werden, die das höchste deutsche Gericht für die künstlerische Auseinandersetzung mit urheberrechtlich geschütztem Material sehen will. Es ist eine prinzipiell sehr freundliche Haltung gegenüber dem Sampling, der (digitalen) Remixkultur und natürlich der Kunstfreiheit, und bisher ohne Gleichen. Die Frage ist nun, wie geht der BGH damit um? Legt er seine Entscheidung wegen der EU-Urheberrechtstichtlinie seit 2002 sogar in weiterer Folge dem EuGH, dem Europäischen Gerichtshof vor?

Diese Dinge werden sich in den nächsten Jahren klären. In der gestrigen Pressemitteilung des BVerfG liest sich das Urteil bereits so:

Steht der künstlerischen Entfaltungsfreiheit ein Eingriff in das Tonträgerherstellerrecht gegenüber, der die Verwertungsmöglichkeiten nur geringfügig beschränkt, können die Verwertungsinteressen des Tonträgerherstellers zugunsten der Freiheit der künstlerischen Auseinandersetzung zurückzutreten haben. […] Das vom Bundesgerichtshof für die Anwendbarkeit des § 24 Abs. 1 UrhG auf Eingriffe in das Tonträgerherstellerrecht eingeführte zusätzliche Kriterium der fehlenden gleichwertigen Nachspielbarkeit der übernommenen Sequenz ist nicht geeignet, einen verhältnismäßigen Ausgleich zwischen dem Interesse an einer ungehinderten künstlerischen Fortentwicklung und den Eigentumsinteressen der Tonträgerproduzenten herzustellen.

Das BVerfG hat also die Entscheidung des BGHs kassiert, der BGH muss nachbessern. Etwas ausführlicher dieser Abschnitt, bei dem die Kunstfreiheit und die ökonomischen Interessen der Verwerter gegenüber gestellt werden. Für mich heißt das im Klartext: Die Annahme des BGH, dass durch die Entnahme eines kurzen Samples ein wirtschaftlicher Schaden entstanden ist bzw. entsteht, ist unrichtig und unverhältnismäßig gegenüber der Kunstfreiheit:

c) Die Annahme des Bundesgerichtshofs, die Übernahme selbst kleinster Tonsequenzen stelle einen unzulässigen Eingriff in das Tonträgerherstellerrecht der Kläger dar, soweit der übernommene Ausschnitt gleichwertig nachspielbar sei, trägt der Kunstfreiheit nicht hinreichend Rechnung. Wenn der Musikschaffende, der unter Einsatz von Samples ein neues Werk schaffen will, nicht völlig auf die Einbeziehung des Sample in das neue Musikstück verzichten will, stellt ihn die enge Auslegung der freien Benutzung durch den Bundesgerichtshof vor die Alternative, sich entweder um eine Samplelizenzierung durch den Tonträgerhersteller zu bemühen oder das Sample selbst nachzuspielen. In beiden Fällen würden jedoch die künstlerische Betätigungsfreiheit und damit auch die kulturelle Fortentwicklung eingeschränkt.

Sample-Lizenzen sind dagegen natürlich weiterhin ein Mittel, das auch das BVerfG gut heißt. Da sie aber beliebig hoch angesetzt oder einfach verweigert werden können, stellen Lizenzen allerdings keinen Ausgleich für die restriktive Entscheidung des BGH dar.

Der BGH hatte 2012 ein „Äquivalenzmodell“ vorgelegt, das wegen seiner waghalsigen Konstruktion viel Kritik nach sich gezogen hatte. Wenn es einem „durchschnittlich ausgestatteten und befähigten Musikproduzenten“ zum Zeitpunkt der Aufnahme möglich sei, das Sample selbst nachzustellen, dürfe es nicht gesampelt werden. Dieses Äquivalenzmodell hatte das BVerfG gestern zu Recht verworfen: Einerseits bleibt es vollkommen unsicher, wie dieser durchschnittlich ausgestattete und befähigte Musikproduzent denn aussehen solle. Andererseits wäre durch das Urteil die Situation entstanden, dass die besonders leicht nachzuspielenden Ausschnitte einen besonderen Schutz erfahren hätten. Die urheberrechtliche Schutzzone hätte sich damit nach unten hin ausgeweitet. Nach oben hin gibt es mit dem starren Melodienschutz aus §24 Abs. 2 UrhG auch schon eine Beschränkung. Dieser existiert nach dem Urteil des BVerfG natürlich noch weiter, aber die Verhältnismäßigkeit wird zu Gunsten von professionellen Produzenten und vor allem auch Amateuren gestärkt.

Besonders bemerkenswert finde ich den folgenden Abschnitt, der empfiehlt, die stilprägenden, kunstspezifischen Merkmale zu berücksichtigen. Damit wird die Ausdifferenzierung der Musik in verschiedene Genres mit ebenso spezifischen ästhetischen Anforderungen und Merkmalen anerkannt; das dominierende romantische und auch urheberrechtliche Verständnis von einmaligen Künstlergenies, die „spurenlos“ aus sich selbst schöpfen und denen sich eine maximale Herrschaft über ihre Werke ergibt, steht also nicht mehr als eindeutiges Modell im Vordergrund:

Das eigene Nachspielen von Klängen stellt ebenfalls keinen gleichwertigen Ersatz dar. Der Einsatz von Samples ist eines der stilprägenden Elemente des Hip-Hop. Die erforderliche kunstspezifische Betrachtung verlangt, diese genrespezifischen Aspekte nicht unberücksichtigt zu lassen. Hinzu kommt, dass sich das eigene Nachspielen eines Sample als sehr aufwendig gestalten kann und die Beurteilung der gleichwertigen Nachspielbarkeit für die Kunstschaffenden zu erheblicher Unsicherheit führt.

Das waren Auszüge aus der Pressemitteilung, die auf dem mehr als 20 Seiten langen Urteil beruht, das ich noch nicht vollständig zerpflückt habe. Die Argumentation ist aber sicherlich kongruent.

 

Lesenswerte Interviews und Artikel mit kurzer Kommentierung

Hier noch einige Texte, die ich zur Lektüre empfehlen kann und kurz kommentierte habe: David Pachali und Leonhard Dobusch sehen in ihren Beiträgen für irights.info bzw. netzpolitik.org beide eine Sympathie für Fair Use-Prinzipien:

In der HipHop- und Sampling-Szene nahm man das Urteil erwartungsgemäß positiv auf. Der HipHop-Journalist Falk Schacht macht deutlich, dass die langatmigen und komplizierten Sample Clearing-Vorgänge nicht nur die kulturelle, sonder auch die wirtschaftliche Entwicklung unnötig hemmen. Oder sogar kleine Labels in den Ruin treiben können, wie die Produzenten Figub Brazlevic und Suff Daddy nachlegen.

Der DJ, Produzent und künstlerische Leiter des Pop-Instituts der Folkwang Uni Hans Nieswandt hält nicht den Ausgang des Urteils für primär wichtig, sondern plädiert für moralische Maßstäbe und Augenmaß bei der Entnahme von Samples, also für eine „Ethik des Kopierens“ – und zwar auf beiden Seiten, bei den Samplenden als auch den Gesampelten. Passend dazu liest der ehemalige Rapper und heutige Anwalt für Urheberrecht Sebastian Möllmann aus dem Urteil zwar noch keine Rechtsfreiheit oder prinzipielle Legalität des Samplings heraus, hält ihm aber zu Gute, dass nun zwei Maßstäbe zur Beurteilung verfassungsrechtlich gestärkt seien: der Abstand zwischen Original und Bearbeitung des Samples sowie die Länge des Samples.

Im Verfassungsblog werden einige der auch oben genannten Aspekte hervorgehoben und diskutiert. Für den Autor ist das Urteil eine „echte Premiere“ hinsichtlich des Verhältnisses von Geistigem Eigentum und Kunstfreiheit.  Der BGH kommt dabei nicht so gut weg. Interessant finde ich vor allem diese Einschätzung:

Vor allem aber überzeugt die in Orientierung an der wirtschaftlichen Produktionslogik des Tonträgerherstellers vom BGH zusätzlich eingeführte Ausnahme nicht. Die analoge Anwendung von § 24 UrhG soll ausgeschlossen sein, wenn dem Entlehnenden die eigene Einspielung der aufgezeichneten Tonfolge tatsächlich möglich sei. Dann fehle nämlich jene rechtliche Angewiesenheit auf eine freie Benutzung wie bei urheberrechtlich geschützten Werken, deren Vervielfältigung auch zum Zwecke der Ermöglichung eigenen Schaffens nach § 16 UrhG ohne Einwilligung des Rechtsinhabers zunächst unzulässig wäre. Weite Auslegung von wirtschaftlichen Monopolrechten gepaart mit enger Auslegung von Schranken für kreative Weiterverwendung – dieses Rechtsregime ist nach Auffassung des Verfassungsgerichts mit der Kunstfreiheit nicht vereinbar.

Sichtlich zerknirscht äußerte sich der Bundesverband der Musikindustrie. Natürlich versuchte man aber auch, die Entwicklung für sich zu nutzen. In einer Pressemitteilung gab man zu verstehen, dass das Urteil eine „Chance“ sei für den BGH, „den Fall noch einmal neu zu sortieren“. Auf die Probleme des Sample Clearings wurde nicht eingegangen, es wurde sogar als Alternative hervorgehoben (fast so, als hätte man die Tragweite des Urteils nicht erfasst oder wolle sie vorsätzlich kleinhalten): „Neben der Möglichkeit die Tonfolgen nachzuahmen bestehe stets die Möglichkeit, sich vom Rechteinhaber die fraglichen Rechte lizenzieren zu lassen.“ Wobei die Formulierung natürlich bewusst „gummiartig“ gewählt ist, denn „bestehe stets die Möglichkeit“ ist definitiv nicht gleichzusetzen mit einer tatsächlichen Zwangslizenz, auch wenn es die Formulierung nahe legt.

Zum Abschluss noch ein sehr hörenswerter Beitrag bei Radio Z, in dem sich Volker Tripp von der Digitalen Gesellschaft klar verständlich und ausführlich äußert. Die Digitale Gesellschaft hatte bei der Verfassungsbeschwerde mitgewirkt (hier das Positionspapier). Offenbar sehr überzeugend für die Verfassungsrichter, die in ihrem Urteil auch der technologischen Entwicklung und dem Einfluss von Remix-Amateuren durch die Kulturtechnik des Samplings einen ganzen Absatz spendierte (Abs. 47 im Urteil)

 

The Library Music Film

 

Leider zu spät mitbekommen: Ein Crowdfunding für eine Dokumentation über Library Music, welches leider jetzt schon abgeschlossen ist. Trotzdem wollte ich mal darauf aufmerksam machen. Ich freu mich auf den Film, hoffentlich wird er realisiert.

This year we have set out to create a first of its kind, definitive feature documentary telling the untold story of the underground, mysterious, cult and collectable world of Library Music. This hugely influential and largely unnoticed catalogue of music of all genre and style has played an important role in creating the atmosphere, mood and vibe for the majority of your favourite TV, Film, Advert & Radio theme throughout your entire life, yet you probably have no idea who composed, played and recorded these phenomenal tunes!
Dazu empfehle ich den Library Music Mix von Mr Thing, der auch in das Projekt involviert ist.

Everything is a Remix – The Force Awakens

Everything is a Remix

Everything is a Remix ist wieder da. Für die aktuelle Episode dekonstruiert der Filmemacher Kirby Ferguson den aktuellen Star Wars-Film in seine Bestandteile. Wie immer toll und informativ anzusehen. Ferguson analysiert dabei insbesondere die Balance zwischen Neuheit (novelty) und Bekanntheit (familiarity), die Hollywood bei Produktionen zu halten versucht.

The remix method of copying, transforming and combining is definitely used in The Force Awakens, as well as the other works of JJ Abrams. Is remixing a weak point in The Force Awakens? Is the remix method growing stale? Have we reached the limits of remixing?

 

Deutschlandfunk über die Forschergruppe „Ethik des Kopierens“ (19.5.2016)

Eine Woche nach der Spring School zum Thema „Ästhetik und Ethik des Kopierens“ am ZiF Bielefeld gibt es beim Deutschlandfunk einen Beitrag über die Arbeit der Forschergruppe „Ethik des Kopierens“. Der Aufmacher des Beitrags ist der Streit zwischen Kraftwerk und Moses Pelham, der sich um ein 1,5 Sekunden langes Sample aus Kraftwerks Stück „Metal on Metal“ von 1977 dreht. Derzeit wird der Fall bzw. die Verfassungstreue des BGH-Urteils von 2012 hinsichtlich der Kunstfreiheit vor dem Bundesverfassungsgericht verhandelt. Ein Urteil wird am 31. Mai, also schon in knapp zwei Wochen verkündet. Am Anfang des Beitrags bin ich kurz mit einem Statement zu hören, danach wird die Arbeit der Forschergruppe näher besprochen. Es geht um die ethische und auch künstlerische Frage: wann ist Kopieren erlaubt und wann nicht?

Der Beitrag zum Nachhören: