The Library Music Film

 

Leider zu spät mitbekommen: Ein Crowdfunding für eine Dokumentation über Library Music, welches leider jetzt schon abgeschlossen ist. Trotzdem wollte ich mal darauf aufmerksam machen. Ich freu mich auf den Film, hoffentlich wird er realisiert.

This year we have set out to create a first of its kind, definitive feature documentary telling the untold story of the underground, mysterious, cult and collectable world of Library Music. This hugely influential and largely unnoticed catalogue of music of all genre and style has played an important role in creating the atmosphere, mood and vibe for the majority of your favourite TV, Film, Advert & Radio theme throughout your entire life, yet you probably have no idea who composed, played and recorded these phenomenal tunes!
Dazu empfehle ich den Library Music Mix von Mr Thing, der auch in das Projekt involviert ist.

Everything is a Remix – The Force Awakens

Everything is a Remix

Everything is a Remix ist wieder da. Für die aktuelle Episode dekonstruiert der Filmemacher Kirby Ferguson den aktuellen Star Wars-Film in seine Bestandteile. Wie immer toll und informativ anzusehen. Ferguson analysiert dabei insbesondere die Balance zwischen Neuheit (novelty) und Bekanntheit (familiarity), die Hollywood bei Produktionen zu halten versucht.

The remix method of copying, transforming and combining is definitely used in The Force Awakens, as well as the other works of JJ Abrams. Is remixing a weak point in The Force Awakens? Is the remix method growing stale? Have we reached the limits of remixing?

 

Deutschlandfunk über die Forschergruppe „Ethik des Kopierens“ (19.5.2016)

Eine Woche nach der Spring School zum Thema „Ästhetik und Ethik des Kopierens“ am ZiF Bielefeld gibt es beim Deutschlandfunk einen Beitrag über die Arbeit der Forschergruppe „Ethik des Kopierens“. Der Aufmacher des Beitrags ist der Streit zwischen Kraftwerk und Moses Pelham, der sich um ein 1,5 Sekunden langes Sample aus Kraftwerks Stück „Metal on Metal“ von 1977 dreht. Derzeit wird der Fall bzw. die Verfassungstreue des BGH-Urteils von 2012 hinsichtlich der Kunstfreiheit vor dem Bundesverfassungsgericht verhandelt. Ein Urteil wird am 31. Mai, also schon in knapp zwei Wochen verkündet. Am Anfang des Beitrags bin ich kurz mit einem Statement zu hören, danach wird die Arbeit der Forschergruppe näher besprochen. Es geht um die ethische und auch künstlerische Frage: wann ist Kopieren erlaubt und wann nicht?

Der Beitrag zum Nachhören:

 

SampleSlam Contest von OneBeat am 9. Juli 2016 in der Berghain Kantine

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Sampling-Contests sind super, vor allem wenn alle Teilnehmerinnen das gleiche Ausgangsmaterial bekommen. Denn kann man am Ende schön vergleichen, was die jeweiligen Künstlerinnen daraus gemacht haben. Die Plattform OneBeat veranstaltet nun auch einen Sampling-Contest, den „SampleSlam“. Hier die Details.

Seid dabei: OneBeat sucht wieder BeatkünstlerInnen, die sich dem Battle stellen wollen! Das Prinzip vom SampleSlam ist einfach: Sechs Kandidaten treten gegeneinander in die Manege. Doch statt Fäusten gibt’s Beats auf die Ohren. Vier Wochen vor dem Slam erhalten sie ein Paket mit Samples, aus dem es gilt, vier Tracks á drei Minuten zu produzieren. Dabei darf kein Fremdmaterial verwendet werden. Am Abend des SampleSlamswerden die Tracks live vor unserer Jury und dem Publikum zum besten gegeben. Denn nur wer die Jury überzeugt, wird das Battle als SiegerIn verlassen. In der Live-Performance ist übrigens alles erlaubt: Ihr könnt singen, beatboxen oder Instrumente einspielen – zeigt uns, was ihr drauf habt!

Ihr wollt dabei sein? Dann schreibt uns eine Nachricht an hello@onebe.at oder via facebook. Helft gerne mit und teilt den Aufruf in Eurem Netzwerk. Tune in!!!

OneBeat SampleSlam @ Kantine am Berghain
Friday, 9.7.2016
20h
RSVP on Facebook 

Der Amen Break als Wein

Amen Break Wein

Hmmm. Nach dem Amen Break Schal und der Amen Break Skulptur gibt es nun ein weiteres Produkt in der offenbar beliebten Palette. Der Amen Break Wein ist wahlweise in weiß oder rot erhältlich, wie das Kraftfuttermischwerk berichtet:

In Australien werden derweil Weine unter dem Namen Amen Break angeboten, die den Rhythmus des Breaks auf dem Etikett tragen. Gibt es sowohl als weißen Chardonnay als auch als roten Pinot Noir.

Ob es mit den noch lebenden Bandmitgliedern irgendwelche Lizenzvereinbarungen dafür gibt, entzieht sich meiner Kenntnis.

Amen Break Scarf

Amen-Break-Skulptur

Wie sich Musikgeschmack entwickelt: Big Data Billboard Charts von 1958 – 2016

Polygraph

Die Seite Polygraph, die sich auf die Visualisierung von großen Datenmengen spezialisiert hat, bietet ein spannendes Feature für alle Popmusik-Historikerinnen. Sozusagen eine „Audioalisierung“. Man kann sich nämlich die Top 1-Platzierungen der Billboard-Charts seit 1958 anhören und die Entwicklung in einer Art Zeitleiste betrachten und anhören. Insgesamt sind nach eigenen Angaben mehr als 22.000 Stücke eingespeist. Dadurch lässt sich graduell, also in kleinen Schritten, die Veränderung der Popmusik nachverfolgen: „How Music Taste evolved“

Spring School „Ästhetik und Ethik des Kopierens, ZiF Bielefeld

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Vom 9. bis 13. Mai 2016 findet am ZiF Bielefeld eine Spring School der DFG-Forschergruppe „Ethik des Kopierens“ statt, an der ich teilnehmen und meine Arbeit in zwei Vorträgen präsentieren darf. Hier verlinkt das Programm.

Ich zitiere/kopiere mal einen Ausschnitt aus dem offiziellen Text der Forschergruppe, da ich ihn sehr anschaulich und anregend finde. Passt natürlich auch super zu meinen Forschungsthemen und -interessen.

Das Kopieren von Dingen oder Verhaltensweisen ist aus dem menschlichen Leben nicht wegzudenken. Es ist unerläßlich für individuelle und gesellschaftliche Lernprozesse, kulturelle Entwicklung und erfolgreiches Wirtschaften. Und es ermöglicht Demokratisierungsprozesse, indem Kulturgüter und relevante Informationen weithin zugänglich werden.

In welchen Fällen und in welchem Ausmaß es legitim oder illegitim sein mag, ein Artefakt, eine Idee, bestimmte Aspekte der körperlichen Erscheinung eines Menschen oder auch bestimmte Formen des Verhaltens von jemandem zu kopieren, ist jedoch vielfach strittig – wie auch die Frage, wer wem gegenüber das Recht haben sollte, Forderungen zu erheben, die auf eine Einschränkung oder die Unterbindung bestimmter Akte oder Arten des Kopierens abzielen. Annahmen über die Legitimität verschiedener Kopierpraktiken sowie von Weisen des Umgangs mit Kopien sind in verschiedenen Kulturen teilweise sehr unterschiedlich ausgeprägt, durch technische Entwicklungen sowie durch religiöse, politische und ökonomische Faktoren bedingt und historischem Wandel unterworfen.

Das wichtigste normative Instrument zur Regulierung des Kopierens in modernen Gesellschaften ist das Recht, wobei neben dem Urheberrecht bzw. Copyright im engeren Sinn auch das Patent- und Markenrecht, wettbewerbsrechtliche Normen und weitere Rechtsgebiete relevant sind. Immer größer wird jedoch die Kluft zwischen dem geltenden Recht und gesellschaftlich verbreiteten moralischen Überzeugungen hinsichtlich der Legitimität des Kopierens. Das Urheberrecht und die ihm benachbarten Rechtsgebiete verlieren deshalb national und international an Akzeptanz. Der Übergang von einer Gesellschaft, in der das Sacheigentum und die Verfügung über dingliche Artefakte eine zentrale Rolle spielte, hin zu einer Gesellschaft, in der vor allem der Zugang zu elektronischen Daten als entscheidend angesehen wird, verstärkt diese Tendenz.