Interview für landr zu Sampling, Urheberrecht und Kreativität

Duane Storey via Attribution Engine. Licensed under CC BY-NC-ND

Annika Wegerle von der Mastering-Website landr.com hat mir ein paar Fragen zu aktuellen Entwicklungen im Sampling-Bereich gestellt und ich habe sie sehr gerne beantwortet. Vielen Dank für die Anfrage! Hier entlang zum Interview.

Um genauer zu verstehen, wie bestimmte Kernkonzepte der Musik heute gefasst werden müssen, und inwiefern das Sampling Symbol für eine neue Musikbranche und -kultur ist, haben wir uns mit Georg Fischer unterhalten, der sich als Soziologe an der TU Berlin mit den theoretischen Aspekten der Remixkultur beschäftigt sowie bei Nacht als DJ selbst Hand an’s Remixen legt. Er hat uns mehr zum Thema Urheberrecht in der Musik, dem „Zeitalter des Remix“ und seiner Sichtweise auf traditionelle Ansichten von Kreativität und Innovation erzählt.

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Untergrundkultur in Kiew nach der Euromaidan

Nach den Bürgerprotesten 2013 und den politischen Umstürzen 2014 ist die ukrainische Hauptstadt Kiew wirtschaftlich ziemlich am Boden. Diese Doku zeigt, wie junge Kiewer:innen kreativ mit der Situation umgehen, leere Fabrikräume squatten, Raves veranstalten, neue Mode und anderen Formen des Ausdrucks entwickeln. Erinnert entfernt an die unübersichtliche Situation in Berlin nach dem Fall der Mauer, die plötzliche große Freiräume für eine hungrige Generation bot, die nicht an Bausparverträgen interessiert war sondern am Hier und Jetzt. Spannendes Thema und streckenweise echt gute Kamera.

The 2014 revolution brought Kiev nightlife to a complete standstill. As protests turned into riots, and government security forces opened fire on protestors, the country fell into crisis. But out of the ashes of revolution has risen a new generation. Slava Lepsheev, who’d lost his job because of the financial crisis triggered by the war, had had enough, and started Cxema, a raw, hard and hypnotic techno rave that he took to whatever semi-legal venue he could set a soundsystem up in. So together with Slava, and the city’s brightest young lights, we followed young Kiev as they prepared for a night at Cxema, from building the venue to watching the sunrise break.

„Copy? Right!“ – Workshop an der Hochschule der Künste, Bern (18.-22.4.2016)

Berner Bahn, Aufnahme von bartlinssen1968, lizensiert unter CC BY NC 2.0

Berner Bahn, Aufnahme von bartlinssen1968, lizensiert unter CC BY NC 2.0

Für den 18. und 19. April wurde ich eingeladen, bei einem Workshop an der HKB, der Hochschule der Künste Bern, teilzunehmen. Der Workshop wird organisiert von dem Künstler Søren Berner und dem Soziologen Peter Tränkle. Mit Peter bin ich seit dem Studium befreundet, daher ist es für mich ein besonderes Vergnügen, auf das ich mich schon sehr freue. 🙂

Das Thema könnte kaum passender für mich sein, denn es geht um den Zusammenhang von Copyrights und Kunst. Passt also hervorragend zur Forschung, die ich im Rahmen meiner Dissertation durchführe. Aus der Ankündigung:

Kreativschaffende haben zu allen Zeiten voneinander «geborgt» und «gestohlen». «A good composer does not imitate, he steal », so Igor Stravinsky. Das erste moderne Urheberschutzgesetz («Statute of Anne» 1710) hatte das ausdrückliche Ziel, gelehrte Personen anzuregen, Bücher zu veröffentlichen und ihre Rechte als Autoren und Eigentümer der Inhalte gegenüber Verlegern, Druckern etc. zu schützen. Was als eine Motivation für die Veröffentlichung von Ideen zum Wohle der Gesellschaft begann, schützt heute vielmehr Verleger, Musik-Label und Medienkonzerne.

Wie ist die Situation in den Bildenden Künsten? Werke sind aktuell bis 70 Jahre nach dem Tod des Urhebers geschützt. So wäre es zum Beispiel streng genommen verboten, das Lied «Happy Birthday» öffentlich zu singen, ohne dafür Lizenzgebühren an den Medienkonzern Warner/Chappell gezahlt zu haben. So wurde wohl fast jeder schon einmal unwissentlich zum Dieb — jedoch nicht auf die romantisch-heroische Art, die Stravinsky im Sinn hatte.

Wir sind bei medialen Inhalten und künstlerischen Werken mit einem spannungsreichen Widerspruch konfrontiert: Sowohl der Schutz von Urheberschaft als auch die öffentliche Zugänglichkeit erscheinen notwendig. Wird unsere Kreativität durch die Urheberrechte gefördert oder behindert? Wo liegen die problematischen Grenzen beider Tendenzen? Und in welcher Relation stehen Möglichkeiten künstlerischen Handelns zu gesetzlichen Vorgaben und Regelungen?

Mit einer kritischen künstlerischen Optik untersucht diese Toolbox die Thematik des Urheberrechts theoretisch mit Gastvorträgen und Dokumentarquellen, praktisch mit der Herstellung neuer Werke aus alten, wieder öffentlich zugänglichen, «schutzlosen» Werken.

Das mit „Happy Birthday“ hat sich mittlerweile geklärt. Laut dem SZ Magazin hat der Musikverlag Warner/Chappell seit 1988 mehr als 50 Millionen Dollar mit dem Lied „Happy Birthday“ eingenommen. Anfang 2016 wurde dann bekannt, dass der Verlag doch nicht das Copyright auf das Lied hat, weil es ursprünglich von einer Kindergärtnerin komponiert wurde (Erstveröffentlichung bereits 1893!) und bereits in den 1920er Jahren Allgemeingut war. Die Story liest sich wie ein Drehbuch eines Hollywoodfilms. Es geht um die Musikerin Rupa Marya, die erfolgreich für die Gemeinfreiheit von „Happy Birthday to you“ gekämpft hat – die Erin Brockovich des Copyrights. Oder so ähnlich… wie dem auch sei, es gibt viel zu diskutieren und ich freue mich darauf! Wenn es meine Zeit erlaubt, werde ich an dieser Stelle dann auch über den Workshop berichten.

Hackathon für Sampling: Der whosampled.com Samplethon 2015

Hab an der einen oder anderen Stelle ja schon mal angedeutet, dass ich nicht unbedingt der Schnellste bin in meiner Berichterstattung. Tagesaktualität ist mir in der Regel nicht so wichtig, das Netz ist ja eh voll von Hypes, Trends und Echtzeitzeugs. Im Nachgang heute ein kleiner Beitrag über den Samplethon, sozusagen einer Art Hackathon für Beatbauer. Hier die Pre-Promo:

Veranstaltet wurde der Wettbewerb im November 2015 von whosampled.com, dem Vroniplag für Samples. Der Samplethon wurde nach der Premiere 2014 bereits zum zweiten Mal ausgerichtet. Hier ein Auszug aus dem Promo-Text:

This first-of-a-kind event format gives up-and-coming producers access to rare and sought after sample material from a leading music library to produce exciting new music under the guidance of world class producers. During this one day event hosted at the London’s world famous Metropolis Studios with support from Audeze, 20 producers were given exclusive access to pre-cleared original sample material from the Bruton Music catalogue, a label of Universal Production Music. The challenge: to produce a new track using the provided sample material against the clock, with the supervision and assistance of our team of esteemed mentors. This event created a rare opportunity to sample from these highly regarded recordings performed by world class musicians, free from the legal shackles often associated with sampling.

The day concluded with a judging session where industry experts chose the winning tracks which now go forward for inclusion on a forthcoming release alongside tracks created by established producers, all to go on to form part of the prestigious Bruton Music library.

Mir fällt auf, dass in den Ankündigungen immer wieder die rechtliche Seite des Samplings ins Spiel gebracht wird. Der Samplethon soll einerseits das kreative Potential von Sampling zeigen, andererseits bietet er mit den vorab geklärten Katalogtracks (in diesem Fall von Bruton Music library) einen Ausweg aus dem rechtlichen Dilemma des Sample-Clearings an. Darüber hinaus kann man über Wettbewerbe ja auch Talente sichten usw. Scheint für alle Seiten eine Win-Situation zu sein, oder man verspricht sich zumindest was davon. Bruton Music ist übrigens ein Sublabel vom Verlag Universal Production Music. Bei der Verlagskonkurrenz von EMI Production Music rief man im Herbst letzten Jahres eine „Sampling-Amnestie“ aus. Sind diese Entwicklungen Anzeichen dafür, dass in der Musikindustrie nach und nach ein Umdenken stattfindet und man die Kataloge für eine zukünftige Verwertung durch Sample-Lizenzen öffnen will?

Hier die drei Gewinner:

 

Alles schöne Tracks, keine Frage, aber der Vergleich zu den Originalsamples fehlt. Das war beim Sample-Wettbewerb „3 Notes and runnin“, der 2004 von downbattle.org ausgerichtet wurde, anders. Damals war auch die Musikindustrie nicht der Partner, sondern der Gegner. Nach einer gerichtlichen Entscheidung zwischen Funkadelic und N.W.A. wurden letztere wegen eines kaum wahrnehmbaren Samplings von 3 Noten aus einem Riff von Funkadelic schuldig gesprochen:

In the case, the court found that NWA violated copyright law when they sampled 3 notes of a guitar riff from Funkadelic’s „Get off Your Ass and Jam“ for their song „100 Miles and Runnin'“. The ruling reversed a district court finding that because „no reasonable juror, even one familiar with the works of George Clinton, would recognize the source of the sample without having been told of its source“, sampling clearance should not be required.

In doing so, the court broke from decades of established sample practice by ruling that all samples, regardless of how heavily manipulated or unrecognizable they may be, are subject either to „clearance“ (obtaining permission for use of the sample, usually in exchange for money), or litigation. In an instant, this act made the majority of sample based music illegal. For more, read Why Sample Rights Matter.

To protest this decision, we are creating a forum for sample-based musicians and artists to share their own 30 second songs which have been created using only the sample in question. By doing so, we hope to showcase the potential and diversity of sample based music and sound art, and to call into question the relationship between a sample and its use. All entries will be posted on this site as they are received.

Um die künstlerische Kreativität des Samplings zu betonen, sollten aus dem kurzen Riff musikalische Versionen hergestellt werden. Die Ergebnisse sind erstaunlich und teilweise überhaupt nicht mehr mit dem Original in Verbindung zu bringen.

[via Robyn]

Doku: Illegale Schallplatten auf Röntgenbildern („X-Ray Audio“)

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Was Musik mit Knochenbrüchen und „Umgehungskreativität“ zu tun hat. Das ist das Thema dieser kurzen Dokumentation von The Vinyl Factory und Antique Beat. Mir ist auf die Schnelle kein blöderer besserer Titel für den Blogpost eingefallen, im Englischen klingt der Titel der Doku halt viel schöner: „X-Ray Audio Bone Music“. Das Filmchen zeigt, wie man in der Sowjetunion der Nachfrage nach illegaler westlicher Popmusik im Untergrund gerecht werden wollte.

Aus Feuerschutzgründen mussten die Krankenhäuser ihre nicht mehr gebrauchten Röntgenbilder am Ende des Jahres entsorgen. Um sich Arbeit und Kosten zu sparen, wurden diese aber oft auch umsonst abgegeben. Da sich das Material ganz gut eignete, um darauf Musik zu speichern, wurden die Röntgenaufnahmen zur Umgehung der Zensur bald auch als Bootlegs für illegale Musik genutzt – wenn auch mit erheblichen Klangeinbußen: Denn teilweise waren die Nebengeräusche genauso laut wie die gespeicherte Musik, wie einige Musikbeispiele aus dem Film zeigen.

The iconic images of gramophone grooves cut onto x-rays of skulls, ribcages and bones have captured the collective imagination way beyond the music scene. Now for the first time, the complete story of the Soviet x-ray record has emerged, as told by the people who made it happen.

Hier auch noch ein deutscher Bericht von 2011 auf SpiegelOnline.

[via The Wire]

Reeperbahnfestival 2015 Picks – Schwerpunkt Urheberrecht

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Vom 23. bis 26. September 2015 findet in Hamburg das alljährliche Branchentreffen der digitalen Musik- und Kreativwirtschaft statt. Ein inoffizieller Themenschwerpunkt der Konferenz ist dieses Jahr das Thema Copyright / Urheberrecht. Vor diesem Hintergrund habe ich mal einige interessante Veranstaltungen herausgesucht, die ich besuchen will – und von denen ich sicher nicht alle schaffen werde 😉 Persönliche Highlights oben.

Do 10.00 User generated content and derivative works

„Aktuell wird nur ein Bruchteil des weltweit verfügbaren user generated content monetarisiert, jedoch entspricht dieser bereits eine substantielle Einkommensquelle für Labels und Publisher zu sein. Ein Großteil der erwirtschafteten YouTube Einkünfte stammt mittlerweile von user generated content und mehr als 50% der Publishingerträge werden derzeit durch derivative works erzielt. In den letzten 35 Jahren hat die Sample-Nutzung mehrere hundert Millionen Euro in die Kassen der Label und Publisher gespült und dabei handelt es sich nur um einen Ausschnitt aller verwendeten Samples, denn das Gros ist offiziell gar nicht geklärt. Das erst kürzlich von Native Instruments vorgestellte Stems Format wird ein weiterer Katalysator zur Produktion und Vertrieb von user generated content in Form von DJ-Mixen und Mash-Ups sein. Welche kreativen Möglichkeiten gibt es um eines der größten Wachstumsfelder der Musikindustrie mitzugestalten? Welche Lösungen für das Problem der Erkennung und des präzisen Reportings sind schon auf dem Markt und wer sind die Anbieter? Welche Rolle spielen die Marktführer für user generated content wie Youtube und Soundcloud dabei und an welchen Neuerungen arbeiten sie, um sich dieser Herausforderung für die kommenden Jahre zu stellen?“

Do 14.30 Keynote Heiko Maas – Rahmenbedingungen kreativer Produktion in Europa

„Heiko Maas, Bundesminister der Justiz und für Verbraucherschutz, kommt zur Konferenz des Reeperbahn Festivals. In seiner Keynote wird Maas zum aktuellen Stand der Reform des Europäischen Urheberrechtes Stellung nehmen und seine Haltung zu den zukünftigen Rahmenbedingungen kreativer Produktion in Europa erörtern.“

Fr 12.45-13.45 Blurred lines with sound alikes

„Der Plagiatfall um „Blurred Lines“ von Robin Thicke und Pharrell Williams hat erneut gezeigt, dass die amerikanische Copyright-Gesetzgebung auch die deutliche Anlehnung an Songs bestraft, in diesem Fall an einen Marvin Gayes Popklassiker „Got To Give It Up“. Im kontinentaleuropäischen Urheberrecht dagegen müssen ganze Notenstränge übereinstimmen, um Plagiate nachzuweisen. Soundalikes kommen in der Werbung häufig zum Einsatz, meist um vermeintlich teure Lizenzen fürs Original zu sparen. Aber wird hier am falschen Ende gespart? Ist so eine Produktion eines neuen Musikstücks wirklich so viel billiger als ein Original-Song (, der sicherlich auch noch an den Werbe-Clip angepasst werden muss)? Und ist sie genauso authentisch und stark? Schädigen Soundalike Komponisten sich indirekt selbst, weil sie Originalkompositionen durch Billigkopien entwerten? Wie schädlich ist ein Plagiatsverdacht für die Marke – wie unlängst bei einer Peugeot Werbung mit starken Ähnlichkeiten zu einem Song der Band “Bilderbuch“? Wäre ein Soundalike durch die Original-Band selbst nicht vielleicht für alle Beteiligten wertvoller gewesen? Diesen und weiteren Fragen geht eine Diskussionsrunde mit Vertretern von Verlag, Label, Werbemusikproduzent, Musikagentur und Werbeagentur nach, moderiert wird das Panel von der erfahrenen Anwältin Sophie Goossens.“

 

Fr 16.15 The future of music creation

„In den letzten Jahren haben wir uns daran gewöhnt, dass man nicht mehr eine teure Kamera braucht, um tolle Fotos zu schießen. Ein Smartphone und eine App names Instagram reichen dafür völlig aus. Wieso aber nehmen wir nicht auch Songs mit dem iPhone auf? Lässt sich der Ansatz von Instagram auch auf Musik übertragen? Und: Warum gibt es bei YouTube nicht einmal 200 lizenzfreie Songs, die Hobbyregisseure kostenlos unter ihre Videos legen können? Der Vortrag “Zukunftsmusik” befasst sich mit diesen Fragen im Detail und liefert spannende Einblicke in die Welt der Musikproduktion. Von Edisons erstem Phonographen bis zu Apple’s GarageBand, von Kammerorchestern bis zu Streaming-Diensten wie Spotify werden die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Musikproduktion näher beleuchtet. Der Vortrag geht auch der Frage nach, wie wir in Zukunft Musik komponieren, aufnehmen und konsumieren werden und welche technologischen und wirtschaftlichen Herausforderungen sich aus den Zukunftsszenarien ergeben.“

 

Fr 19.15 Ed Piskor – HipHop Family Tree Vol 2

„Geschichtsunterricht muss nicht zwingend langweilig sein. Ed Piskor hat es sich deshalb zur Aufgabe gemacht, die Geschichte des Hip Hop in Nordamerika als Graphic Novel nachzuzeichnen. Hip Hop Family Tree Volume 2 behandelt die Jahre 1981-1983: Eine Zeit, die zunächst von Hip-Hop-Extravaganza geprägt war: signalverstärkende Kleidung und exaltiertes Benehmen prägten den Beginn der 80er Jahre, bis RUN DMC der Straße – dem Kredibilitäts-TÜV der Hip-Hop Kulturschaffenden – wieder zu ihrem Recht verhalfen. Afrika Bambaataa, Grandmaster Flash – sie und viele mehr erweiterten das Bewusstsein von Künstlern und Publikum und pflasterten den Weg für kommende Superstars der Szene. Falk Schacht wird die deutsche Ausgabe des Comics zunächst vorstellen und gemeinsam mit Niko Hüls, Chefredakteur der Backspin, anschließend zusätzlichen Kontext zu Zeitgeist und Künstlern der im Comic präsentierten Zeit geben.“

 

Außerdem spannend:

In the Mix (August 2015)

In den letzten Monaten habe ich auf diesem Blog hauptsächlich wissenschaftliche Sachen geposted, vor allem Ankündigungen und Call for Papers von Konferenzen etc. Da ich aber natürlich nach wie vor viel und gerne Musik höre (wenn auch irgendwie insgesamt weniger als noch vor ein paar Jahren) und dies ein bisschen auch ein Musikblog ist, habe ich mal ein paar Links zu coolen Tracks zusammengestöpselt. Das sind alles Tracks, die mich in letzter Zeit geflashed haben. Vielleicht ergeht es Euch ähnlich. Und vielleicht mach ich das an dieser Stelle jetzt öfter.

Gestern Abend bei Freunden zufällig gehört, war auf der Mojo Club Compilation Vol. 7 drauf. Original anscheinend von 1976. Hatte mich spätestens beim Einsetzen der Strings in der Tasche:

 

Hatte von Junktion’s Label schon mal einen Track in einem meiner letzten Sets. Der Tipp kam damals von nem Freund, der was Groove versteht. Seitdem hab ich Junktion auf meinem Radar. Der Track geht ziemlich ins Ohr und der break down/built up ist richtig klasse:

 

Das Album von Maribou State ist vor nicht allzu langer Zeit bei Ninja Tune erschienen und echt nett geworden. Teilweise sehr süßliche Melodien und Vocals, aber immer richtig dosiert und auf die Drums steh ich auch:

 

Vor kurzem ist im skug Magazin mein Bericht/Interview zu/mit Glenn Astro erschienen. Wirklich ein sehr netter Mensch und wie ich finde auch ein herausragender Produzent, der vertrackte und verstolperte Beats mag. Aber: Ein guter Stolperer fällt nicht sofort! 😉

 

Das Jamie XX Album lief im Urlaub und danach ein paar Mal bei mir, hatte es irgendwie echt spät für mich entdeckt. Viele fanden den Opener damals ja bescheuert oder konnten nix damit anfangen – ich finde ihn richtig bombe. UK Hardcore Continuum at its best! Und übrigens auch ein ziemlicher Grower. Und als Intro auch ein Statement.