Die 24 Stunden von DJ EZ

Während wir jetzt gerade unseren Sonntagsbrunch/-braten verputzen, legt DJ EZ für eine Benefiz-Veranstaltung in seiner 18. Stunde auf. Ich habe gestern Abend schon mal reingeschaut, da hat er deutlich mehr Garage und Bassmusic gespielt, in DJ EZ’s üblicher Manier: super fix gemixt, 20 bis 30 Tracks in einer Stunde, technisch in der Regel ziemlich komplex und flott. Mittlerweile geht’s schon gemütlicher zu, er spielt längere Tracks – nicht nur, wenn er mal Pipi muss – und macht weniger Kunststückchen. Aber er spielt. Und wer spenden will, kann das hier tun, bis heute Abend um 18 Uhr Ortszeit.

DJ EZ JOINS THE FIGHT TO BEAT CANCER SOONER

After many years of performing marathon sets to the masses, teetotal, non-smoker, DJ EZ has now set himself the ultimate challenge to give something back to those less fortunate and honour a worthy cause. We are proud to announce that DJ EZ will attempt to perform a non-stop 24-hour live streamed charity DJ set and give 100% of donations raised straight to Cancer Research UK. From 6:00 pm on Saturday the 27th through to Sunday the 28th of February 2016, you can watch one of the worlds finest DJ’s on his mission to achieve the unheard of at DJEZ.COM.

Das Setup sieht ein bisschen lieblos aus, mit der weißen Wand und so. Aber vielleicht ist das auch so gewollt, immerhin erinnern die Leuchter ja auch an OP-Strahler…

Der DJ und Labelbetreiber Martin Clark alias Blackdown hat vor 3 Jahren mal eine schöne Analyse von EZ’s Auflegestil verfasst. Blackdown greift sich einige Handgriffe und Kniffe von EZ und erläutert sie genau. Ein bisschen wie eine soziologische Videoanalyse, von der sich einiges über’s DJing lernen lässt.DJ EZ ist definitiv einer der technisch besten DJs, die ich kenne.

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In the Mix: Session Victim B2B on three Decks!

session victim

Toller Back-to-Back-Mix von den beiden Jungs von Session Victim, für deren ebenfalls großartiges Album „The Haunted House of House“ ich letztes Jahr mal ein begeistertes Review geschrieben habe. Also, wer sich für ne knappe Stunde Sample lastigen und Disco trunkenen House erwärmen kann, der sollte den Airpod 21 hier nicht auslassen!

 

Die Selbstbeschreibung sagt’s eigentlich schon, die Kiste ist mit viel DJ-Liebe, künstlerischer Hingabe und neurotischem Perfektionszwang gemixt:

„Playing at a party is a whole different situation then recording a mix at home.

As Session Victim we are DJing together now for about 4 years. When we both started to DJ individually…around 1997…we were mostly occupied with recording mixtapes. Trying to impress each other, very soon the standard went up, a third deck was incorporated or 50 records had to be squeezed into 30 minutes.

So basically it kept getting harder to meet our own goals when recording a mix, sometimes it took weeks to finish after major frustration. Still we both have recorded countless mixes of all styles in the last years.

In the club we are playing records back-to-back entirely as this a similar competitive aspect as back then, when we tried to record the better mixtape. We never know exactly which records the other has in his bag. In the end, it’s rather about being versatile than just homogenous.

For this mix we wanted to create a snapshot of how a Session Victim DJ set sounds like in the club. During the last months we had few pair of records that felt especially good. We started putting the mix together along these 6 or 7 mixes. Some of these records were dropped in the process and a few new ones went in. We were aiming to not get caught up in endless rehearsing and fine tuning of the mix, rather let the records play for while, but we did not quite succeed with this – its 14 records in 50 minutes….

(recorded with 3 Technics MK2 + Ecler Nuo)“

Recht auf Remix: Kampagne auf der re:publica gestartet

Am 7. Mai hat die Digitale Gesellschaft auf der diesjährigen re:publica ihre Kampagne „Recht auf Remix“ ins Leben gerufen. Das Ziel des Projekts ist, eine breite gesellschaftliche Debatte zu den rechtlichen Barrieren für niedrigschwellige Kreativität bei digitalen Inhalten anzuschubsen, z. B. bei Mashups, Videos, Foto-Remixes, etc. Natürlich spielen die rechtlichen Rahmenbedingungen auch und gerade beim Sampling in der Musik eine entscheidende Rolle, wie vor allem die Geschichte des HipHop und Sample-Clearing in den Neunzigern zeigt. Der Publizistik Dirk von Gehlen, der auch bei „Recht auf Remix“ mitmischt, hat diese Vorgehensweise des digitalen Schöpfertums passenderweise als „kreative Kopie“ bezeichnet.

Hier ein Auszug aus der Pressemitteilung, die das Vorhaben „Recht auf Remix“ auf den Punkt bringt:

„Mit dem Internet sind Remix und andere Formen kreativer Kopie Teil des kommunikativen Alltags breiter Bevölkerungsschichten geworden. Im aktuellen Urheberrecht sind Remix und Remixkultur allerdings nicht vorgesehen. Markus Beckedahl, Vorstand des Digitale Gesellschaft e. V., sieht deshalb Handlungsbedarf: “Ein Recht auf Remix ist inzwischen eine grundlegende Voraussetzung für die Kunst- und Meinungsfreiheit in einer digitalen Gesellschaft.

Die derzeitige Rechtslage sei zum Nachteil aller Beteiligten: Wer Werke verändert und anderen zugänglich macht, riskiert abgemahnt zu werden, gleichzeitig bekommen die Urheber der verwendeten Werke keine Vergütung. Der Vorschlag des Digitale Gesellschaft e.V. sieht stattdessen ein Bündel aus drei vergüteten Kreativitätsrechten vor:

  • Das Recht, Werke bei der Nutzung zu verändern und das Ergebnis öffentlich zugänglich zu machen. (Pauschalvergütetes Transformationsnutzungsrecht – Beispiel: Hintergrundmusik im Handy-Video)
  • Das Recht, Remixes von bestehenden Werken zu erstellen und diese öffentlich zugänglich zu machen. (Pauschalvergütetes Remixrecht – Beispiel: Fake-Trailer einer Fernsehserie)
  • Das Recht, gegen Zahlung einer angemessenen Vergütung, Remixes auch kommerziell zu verwerten. (Lizenzpflichtiges Remixverwertungsrecht – Beispiel: Verkauf von Musik-Mashup via iTunes)“

Hier kann man sich für die Petition eintragen. You gotta fight… for your right… to remix…

recht auf remixUnd hier erklärt Leonhard Dobusch, einer der treibenden Kräfte hinter „Recht auf Remix“, was die Kampagne erreichen will:

JuS Radioshow #6 – Lost in the Loop?

Die sechste und letzte Episode der Jäger und Sampler Radioshow ist in der Pipeline und wird wie immer auf BLN FM am ersten Dienstag des Monats zu hören sein! Die Abschiedsfolge ist für eine gute Gelegenheit noch einmal das los zu werden, was irgendwie bisher noch nicht so recht besprochen und gespielt wurde. Entsprechend querbeatig ist die Tracklist beginnend mit Quincy Jones und endend mit Falty DL. Thematisch geht’s dabei vor allem um zwei wichtige Aspekte des Samplings: den Gerätschaften und den Loops. Die Sendereihe zu Sampling findet damit ihr Ende, aber der Blog bleibt selbstverständlich weiter bestehen. Bleibt ebenso noch die Frage, ob es eigentlich einen Nachfolger der Radioshow geben wird oder nicht. Die Antwort gibt’s selbstverständlich auch in der Sendung!

Sendetermine:

Dienstag, 1. Februar 2011 um 20 Uhr

Mittwoch, 2. Februar 2011 um 21 Uhr

Sonntag, 6. Februar 2011 um 22 Uhr

Tune in on BLN FM!

Elektronische Musikinstrumente von 1700 bis 1990

Auf http://120years.net/ findet sich eine liebevoll und akurat zusammengestellte Liste von elektronischen Musikinstrumenten seit dem 18. Jahrhundert, fast alle davon lassen sich inklusive Foto und Funktionsbeschreibung zu Gemüte führen.

Mit von der Partie natürlich auch das erste öffentlich verfügbare Gerät, mit dem sich externe Klänge aufnehmen und weiterverarbeiten ließen: die Rede ist vom Fairlight CMI (1978/79), einer Mischung aus Synthesizer und Sampler. Das Ding kostete damals immer noch an die hundertausend Dollar, so dass es sich meist nur die großen Studios und Musikkonzerne leisten konnten, aber ein Anfang war gemacht und die Knight-Rider-Cockpit-Optik der späten 70er Jahre versprüht auch heute noch ihren ganz eigenen Charme…

JuS-Radioshow #3: Last Night the DJ shaved my wife…

…oder auch: Von Riddims, Remixes und Mash-Ups

Morgen Abend um 20 Uhr gibt’s die Novemberausgabe der JuS-Radioshow auf BLN FM. Der Name ist Programm: wir begeben uns mal wieder auf eine kleine Reise durch die Geschichte des Remixes: von jamaikanischen Soundsystems über New Yorker Diskokugeln auf die B-Seiten der Maxisingles.

Sendetermine:

Dienstag, 2.11. um 20 Uhr // Mittwoch, 3.11. um 21 Uhr // Sonntag, 7.11. um 22 Uhr

Tune in on BLN FM!

Danach gibt es die Sendung wie gewohnt auch als Podcast zum Anhören jerderzeit!