Remix my Culture: Dr. Dre Medley auf einer Jahrmarkorgel

Ungewöhnlich, aber witzig: Drei von Dr. Dres produzierten Klassikern als Medley auf einer Jahrmarktorgel. Sind natürlich, auch wenn Hip Hop, hochkommerzielle Beats.

Was ich mich gerade frage: ob und wie Verwertungsgesellschaften hier kassieren? Im Grunde ist das ja ein Cover, also eine Eins-zu-Eins nachgespielte Aufführung (wenn man mal vom Rap absieht).

Amongst the plethora of old Steam engines, Cake stands and vintage fairground rides, Barry made a shocking Hip-Hop discovery of epic proportions! A CAROUSEL FAIRGROUND ORGAN featuring a MEDLEY OF DR DRE’S BIGGEST HITS!!!!! Thats right, amongst a varied repertoire of commercial songs this organ played a number of Classic Dre instrumentals, to include FORGET ABOUT DRE, NEXT EPISODE and STILL D.R.E. WARNING: THIS IS ABOUT AS UN-HIP-HOP AS IT GETS!!!!

Advertisements

In the Mix: Aaron Dilloway – FACT mix 613 (obskure Coverversionen und Soundalikes)

Beim FACT Magazine bin ich auf einen interessanten Mix gestoßen: Aaron Dilloway, von dem ich vorher noch nichts hörte, hat in den letzten Jahren Coverversionen und Soundalikes gesammelt. Diese Nachbauten von bekannten Rock- und Popsongs vor allem aus den 60er und 70er Jahren sollten Konsument:innen gewissermaßen irreführen, denn statt dem originalen Song bekam man (hauptsächlich auf Compilations) eine von einer anderen Band eingespielte Version. Diese Praxis ist heute besonders in der Werbeindustrie eine verbreitet Umgehungsstrategie, aber auch auf Compilations und bei Spotify findet man immer wieder solche Versionen, die sich als Originale ausgeben, aber als Kopien entpuppen.

Inspired by cheap “sound-a-like” records designed to trick people thinking they were buying compilations from popular bands, it’s like tuning into a classic radio station from an alternate reality.

Presented without any tracklist, Dilloway’s mix unearths everything from baffling versions of Pink Floyd and Led Zeppelin classics to Hawkwind remade as easy listening. Oh, and there’s a high school chorus version of Foreigner’s ‘Cold As Ice’ thrown in for good measure.

Aaron Dilloway stellt leider keine Tracklist zur Verfügung, was sehr schade ist, denn ich würde gerne mehr über diese teilweise kruden, obskuren und weirden Versionen erfahren. Naja, zumindest gibt es noch ein paar Infos:

About 10 or so years ago, I came across a “fake” Beatles 8-track tape on Pickwick titled The Tribe Sing And Play The Hits Of Lennon, McCartney and Harrison. I remember coming across these budget “sound-a-like” tapes and records quite often at record shops and thrift stores for years. They are basically collections of cover versions of hit songs quickly recorded by random session musicians and designed to kind of trick people into buying them, thinking they are getting the “original artist.” Like, the cover would say, in real large print, “HITS OF THE ROLLING STONES,” then in real small type, “performed by The Current Event.”

[via FACT]

Interview mit „Recht auf Remix“

recht auf remix

Vor etwa zwei Monaten hatte ich bereits die Kampagne „Recht auf Remix“ vorgestellt, die auf der diesjährigen Re:Publica gelauncht wurde. Anfang dieser Woche ist nun ein Interview erschienen, das Leonhard Dobusch, die treibende Kraft hinter Recht auf Remix, mit mir geführt hat. Parallel ist das Interview auch bei netzpolitik.org erschienen. Es geht um Remixkultur, Sampling, Kreativität und das Urhebergesetz. Die letzte Frage zielte übrigens auf meinen „Lieblingsremix“ und ich muss gestehen, dass mich dies etwas ins Grübeln brachte, weil Remixing im DJ-Sektor ja ein derart verbreitetes Marketinginstrument ist (siehe auch Daft Punks „Get Lucky“), dass ich Remixes eigentlich als ganz normale, sozusagen „originale“ Tracks höre – und nicht als Remix. Insofern war’s etwas schwer, etwas Passendes herauszusuchen. Ich hab mich dann, um mich aus der Affäre zu ziehen, für den „breiten“ Remixbegriff entschieden, der auch andere transformative Werke miteinschließt. Und mich für Larry Golds großartige Version von Booka Shades „Night Falls“ entschieden. Hier mal Original und Version im Vergleich: