Im Rausch der Geräusche

Vielleicht liegt es daran, dass ich in den Sommermonaten viel in der Natur unterwegs war und ihre Klanglandschaften zu schätzen gelernt habe. Und/oder ich bin die Großstadt gerade überdrüssig. Keine Ahnung, warum genau, aber mein derzeitiges Lieblingsgenre auf Youtube sind Uploads, die stundenlang Naturgeräusche abspielen, oftmals mit Video. Und die Klickzahlen lassen darauf schließen, dass ich nicht der einzige bin, der sowas gerne konsumiert. Am liebsten bei der Arbeit, wenn ich lese oder schreibe, da steigert es spürbar meine Konzentration und Entspannung.

Abgesehen von Youtube gibt es auch spezielle Seiten wie noisli.com oder mynoise.net mit denen sich weitere Rauschgeräusche (white noise, gray noise, pink noise, etc.) streamen lassen.

 

 

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Zu Pierre Schaeffer und seiner „Musique concrète“

Pierre-Schaeffer

Beim FACT Magazine ist gestern ein ausführlicher Artikel über den französischen Komponisten und Ingenieur Pierre Schaeffer erschienen, der als einer der Wegbereiter der „konkreten“, also aus direkten Klängen bestehenden Musik gilt. Wie in den meisten anderen Darstellungen wird Schaeffer als Wegbereiter und eigentlicher Erfinder, als „Pate“ des Samplings gefeiert – Jahrzehnte bevor man im HipHop, House und Reggae damit arbeitete:

One of the more profound consequences of Schaeffer’s inversion of the compositional process was that composers would no longer be bound to written scores and notation. Their music could exist solely as recordings, without need for players or instruments to actualize them. Even among other experimental and avant-garde musics of the time, notably the “elektronische Musik” being produced by Karlheinz Stockhausen in Cologne, Schaeffer’s approach represented a radical shift. Because any sound could now be repurposed for the sake of music-making, the possible combinations of timbres, rhythms, instruments, voices and harmonies became virtually infinite.

Ich glaube, diese Darstellung ist nicht ganz falsch und auch nicht ganz richtig. Sie ist vermutlich etwas zu kurz gedacht und zu sehr auf die Figur Pierre Schaeffer fixiert. Sicherlich war Schaeffer extrem wichtig für die avantgardistischen Versuche mit konkreten Klangmaterialien zu arbeiten, den Klang als solchen „anzufassen“ und musikalische Schleifen („Loops“) zu kreieren. Schaeffer hat viel dazu publiziert und beeinflusste andere wegweisende Künstler wie Pierre Henry, Karlheinz Stockhausen oder John Cage im Hinblick auf das prä-digitale Sampling und „found sounds“. Aber schon etwa 15 Jahre vor Schaeffers Pariser Arbeiten experimentierte der Berliner Walter Ruttmann für sein Stück „Weekend“ mit konkreten Klängen, wie sich im Museum der Initiative „Recht auf Remix“ und in meiner Diplomarbeit nachlesen lässt. Das tat er, weil er sich innerhalb eines größeren künstlerisch-intellektuellen Diskurses befand, der sich ab Beginn des 20. Jahrhunderts formierte und verstärkt den Phänomenen des Geräuschs und des Klangs widmete.

„Weekend“ ist eine wahre Symphonie der Geräusche, die aber mit rhythmischem Feingefühl und mit allerlei Pointen gespickt ist. Ruttmann verstand seine abstrakte Toncollage als „Jazz der Arbeit“, der von der dröhnenden Maschinerie der Schreibmaschinen, Registrierkassen und Sägen, aber auch vom verdienten Feierabend und dem erholenden Sonntagsausflug erzählt. Immer wieder gibt es semantisch-klangliche Assoziationen und Anspielungen, wie zum Beispiel beim „Ausklang“ des Wochenendes: Zuerst das Gläserklirren beim Zuprosten, danach die Glocken der Tiere und das Bimmeln der Kirchenglocke. Schließlich das Klingeln des Weckers, der lautstark den allwöchentlichen Arbeitsbeginn am Montag verkündet.

Zündfunk-Podcast: „Generation Preset. Wie digitale Voreinstellungen die Popmusik prägen“

Preset-Schalter an einem Rundfunktempfänger von etwa 1960; Berndt Meyer - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, $3

Preset-Schalter an einem Rundfunktempfänger von etwa 1960; Berndt Meyer – Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, $3

Es gibt da diesen Witz über Samples, Loops und Ziegen:

I thought that using loops was cheating, so I programmed my own using samples. I then thought that using samples was cheating, so I recorded real drums. I then thought that programming them was cheating, so I learned to play the drums for real. I then thought that using purchased drums was cheating, so I learned to make my own. I then thought that using pre-made skins was cheating, so I killed a goat and skinned it. I then thought that was cheating too, so I grew my own goat from a baby goat. I also think that this is cheating, but I’m not sure where to go from here. I haven’t made any music lately, what with the goat farming and all.

Passend dazu gibt’s derzeit beim Zündfunk, einem Format des Bayerischen Rundfunks, gerade ein interessantes Feature über Presets, also die Voreinstellungen der digitalen Musikproduktion, mit deren Hilfe bestimmte Klänge gespeichert und immer wieder abgerufen werden können. Der gewählte Aufhänger für das Feature ist (natürlich!) Kreativität, welche durch Presets wahlweise eingeschränkt oder ermöglicht wird:

Bedeuten die technischen Möglichkeiten Fluch oder Segen für unsere Kreativität?

Oder auch:

Erleichtern uns diese digitalen Hilfsmittel die Arbeit, so dass mehr Platz ist für die eigentliche Kreativität? Oder stehen wir zunehmend einem Massenphänomen gegenüber, das für immer mehr Musik von der Stange verantwortlich ist?

Ich frag mich zwar eigentlich, was die „eigentliche Kreativität“ denn eigentlich sein soll, und eigentlich auch, ob durch Presets mehr „uneigentliche“ Kreativität hervorbracht wird? Aber das ist eigentlich nur mein persönlicher Vorbehalt gegenüber abgelutschten journalistischen Dichotomien, die dann eh nicht wieder thematisiert werden, sondern einfach nur catchy klingen sollen. So auch in diesem Fall.

Aber sei’s drum, der Podcast hat andere Stärken. Es wird anhand einiger Musikbeispiele sehr schön gezeigt, welche Rolle Presets spielen können. Das passt natürlich für das Format einer Radiosendung perfekt und macht das Ganze auch sehr spannend. Gerahmt wird das Feature durch Interviews mit dem Berliner DJ und Produzent Stefan Goldmann (der 2015 ein Buch über Presets herausgebracht hat), mit Robert Henke von Monolake (Mit-Entwickler von Ableton Live) und auch mit Musikern wie Andreas Gerth und Florian Zimmer von Driftmachine.

Stefan Goldmann hat jüngst auch auf einen Artikel bei Resident Advisor reagiert, in dem es um versteckte Co-Autorschaft im Techno ging. In seiner Antwort gibt er zu bedenken, dass die Sache mit der eindeutigen Autorschaft so einfach nicht sein kann wie bei RA gedacht. Das kreative Moment sei auch im Umgang mit der Materialität der Instrumente zu sehen, wie er auch im Podcast betont.

Irgendwann in der Mitte des Beitrags wird dann auch die Frage diskutiert, ob die Industrie ganze Stile mit ihren Presets maßgeblich steuern kann. Gegen Ende des Podcasts ist man sich ziemlich einig darüber, dass es so ist. Wie sich das auf musikalische Kreativität auswirkt, wird dann leider nicht mehr besprochen. Trotzdem alles in allem sehr hörenswert:

 

Hörtest zur Gretchenfrage: mp3 oder wav?

npr

Ein kleiner Hörtest mit 6 verschiedenen Beispielen bei npr.com. Ich finde, man hört den Unterschied recht deutlich, aber es kommt eindeutig auch auf Boxen bzw. Kopfhörer an. Und auf den Song an sich, denn manche Musik wird ja schon so produziert und gemischt, dass sie als mp3 gut klingt. Aber ich möchte nicht zu viel verraten, hört selbst!

Zu Tom’s Diner gibt es auch die folgende Anekdote:

In the late 1980s, when the engineers working on the MP3 were testing their creation, they picked one song to make sure the compression of the audio wouldn’t destroy the sound of the human voice.

That song? The a cappella version of Suzanne Vega’s “Tom’s Diner,” from the 1987 album Solitude Standing. The leader of that team of German engineers, Karlheinz Brandenburg, estimates he listened to the song “500 or 1,000 times.”

[via KMFW]

Berliner Colloquium zur Klangforschung gestartet

In Berlin hat sich eine Runde junger Forscherinnen und Forscher zusammengefunden, die sich regelmäßig in einem gemeinsamen Colloquium zum Themengebiet der Klangforschung / Sound Studies treffen. Die Idee des auf Initiative der Kulturwissenschaftler Felix Gerloff und Sebastian Schwesinger gegründeten Colloquiums ist es, eigene Projektideen und für alle interessante Texte vorzustellen und auf Basis gemeinsamer Lektüre zu diskutieren. Daneben sollen auch Sounds, Geräusche und natürlich auch musikalische Klänge gemeinsam gehört werden. Außerdem werden in jeder Sitzung relevante und aktuelle Stellenausschreibungen, Call for Papers, Konferenzen, etc. kurz angekündigt und besprochen.

Das Forschungsfeld der Sound Studies ist dabei von Haus aus eine interdisziplinäre Angelegenheit, die Perspektiven aus Kultur-, Medien-, Musik- und Sozialwissenschaften zusammen bringt und zur Diskussion stellt. Neben theoretischen Problemen und empirischen Phänomenen werden dabei auch methodische Herangehensweisen behandelt. Das Spektrum der besprochenenen Themen umfasst bis jetzt unter anderem Sonifikation, Akustik in der Archäologie (archaeoacoustics), historische Klangforschung, Praktiken des Hörens, musikalische Produktionstechniken, Klang und urheberrechtliche Verwicklungen, Wissenschaftsforschung und Sound. Prinzipiell sind alle Thematiken und Herangehensweisen willkommen, in denen das Klangliche einen Gegenstand der Untersuchung darstellt, in welcher Form auch immer dies geschieht.

Derzeit findet das seit dem vergangenen Herbst tagende Colloquium freitags alle drei Wochen im Exzellenzcluster „Bild Wissen Gestaltung“ der HU Berlin statt. Für die Zukunft planen wir auch gemeinsame Exkursionen, Veranstaltungen oder Publikationsprojekte. Wir freuen uns über weitere Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit Interesse an der Klangforschung zum gemeinsamen Austausch in einer entspannten und kollegialen Atmosphäre.

Kontakt: Für weitere Informationen bitte gerne eine Email schicken.

Dieser Text ist ursprünglich erschienen beim Pophistory Blog.

In the Mix: Floating Points kündigt Highend-Mixer an

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FP Mixer (Aufnahme von http://mn2s.com)

 

Der britische DJ und Musikproduzent Floating Points, den man von seinen lang- und tiefgehenden Sets aus Funk, Soul, House und Bass kennt, hat in Zusammenarbeit mit dem High-Fidelity-Spezialisten Isonoe einen eigenen Mixer designed. Das Ding heißt  schlicht „Floating Points FP Mixer“ und soll besonders gut klingen, weil es sich an der Bauweise von qualitativ hochwertiger Studiotechnik orientiert. Ich finde das deswegen einen kurzen Bericht wert, weil es zwar nix Neues ist, dass DJs in Zusammenarbeit mit Elektronikfirmen Mixer designen und beide vom gegenseitigen Know-How profitieren. Aber in den meisten Fällen sind es HipHop- und Turntableism-DJs, die besonderen Wert auf schnellgängige Fader etc. legen. In Floating Points‘ Fall steht aber eher das smoothe Ineinandermischen und ein hochwertiger Klang im Vordergrund, wie das offizielle Datenblatt weiß:

Having evaluated many examples, Sam Shepherd (aka ‚Floating Points‘) came to the conclusion that, in comparison with the quality of equipment employed to record and mix much of his record collection, the DJ mixer represented a bottle-neck.
The FP mixer is the result of a request from Floating Points for a mixer containing the same grade of circuitry found in World-class studios. It was designed and manufactured from the ground up over a 4 year period. All circuitry is single-ended class A and built exclusively from discrete transistors, with no class A/B stages or integrated circuits whatsoever in the path.
Its mechanical construction is of equal calibre to the circuitry, with all electronics being shielded by twin layers of alloy and steel.

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FP Mixer (press shot)

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FP Mixer (press shot)

 

Floating Point’s Mixer bedient vermutlich das gleiche audiophile Segment wie das des Rotary DJR-400: Hochwertiger Klang mit einer entsprechenden Verarbeitung und nur Potis, keine Fader. Und einem sicher ebenso stolzen Preis. Floating Points spezifiziert:

Overwhelming response to the mixer news, thanks for the kind words.
To address a few concerns;
The volumes are on top of each other in order to be able to fade with one hand whilst riding the pitch on turntable/cd.
Furthermore, this felt right with the isolators being on top of each other. Fading bass/mids/tops using the isolators is great fun.
Yes, one would have to remember which channel represents which side of the setup. ((but theres only 2 channels to worry about..!!))

Each channel has switchable inputs, so whilst only one source can be mixed into another, the source can be changed. It’s not designed for mixing 4 records at a time.

I don’t expect anyone to have any idea how this thing sounds without hearing it against another mixer. Details of components in the spec are not meant to be marketing fluff, rather give some indication to the technically inclined of its performance.

yeah, i still love the e&s, bozak etc etc this is just a different thing. Something that on a sound system such as Plastic People is a joy to experience and ultimately makes sharing music even more amazing

thanks!

Rotary DJR 400

Rotary DJR 400

Hier eins von Floating Points‘ Meisterstücken, das zeigt, wie wichtig Klangtreue und differenzierte Wiedergabe einzelner Frequenzen ist:

 

und ein hübsches Set zusammen mit Mr Scruff:

 

Edit: und hier noch ein neuer Track von FP, Release am 8. Dezember 2014. 12 Minuten deep-quirliger Funkno (oder wie soll man das nennen?)

Nachtrag: Konferenz zu „Sounds, Klängen, Tönen“ am MPI für Bildungsforschung, Berlin (24.-26.4.2014)

Ende April 2014 war ich Teilnehmer einer sehr inspirierenden und thematisch breiten Konferenz zur klanglichen Dimension von Musik, die am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung in Berlin veranstaltet wurde. In drei intensiven Tagen beschäftigten wir uns mit den Auswirkungen von „Sound“ hinsichtlich seiner emotionaler Wahrnehmung und Bedeutung. Was mir an der Konferenz am besten gefallen hat, war die Breite der Vorträge: Von spätantiker Musik über den Ragtime bis zu aktuellem Atmodesign im Radio, von Geräuschen und Heavy Metal bis zum rauhen Klang des 90er-Jahre-HipHop, von klassischen musikwissenschaftlichen Ansätzen über historische, soziologische und psychologische Aspekte wurde den Grundpfeilern einer umgreifenden „Soundwissenschaft“ nachgespürt. Vielen Dank nochmal an das Team der Forschungsgruppe „Gefühlte Gemeinschaften? Emotionen im Musikleben Europas“ vom MPI für Bildungsforschung für eine hervorragend organisierte Konferenz! Ich verweise in diesem Zusammenhang auch noch auf den dieser Gruppe nahestehenden und sehr lesenswerten, internationalen Forschungsblog „Pophistory“.

Erst am Ende der Tagung ist mir übrigens aufgefallen, wie gut mein eigener Bildschirmhintergrund am Notebook eigentlich das Thema „Musik und Emotion“ reflektiert: Eine nachträglich kolorierte Aufnahme des Saxofonisten Big Jay McNeely, fotografiert von Bob Willoughby in einer Konzertsituation von 1953. Hatte ich hier auch schon mal verbloggt.

big-jay-mcneely-on-sax-olympic-auditorium-la-1953-bob-willoughby-coloured-by-traquea

Tagungssprogramm (offizielles PDF)

Donnerstag, 24.04.14

13.00 – 14.30 Uhr: Registrierung

14.30 – 15.30 Uhr: Begrüßung und Einführung

Sven Oliver Müller, Tim Biermann, Anabelle Spallek, Henning Wellmann (MPI für Bildungsforschung)

15.30 – 16.30 Uhr: Keynote

Prof. Holger Schulze (Berlin)  – Widerstand und Klang: Zur Kulturtheorie schallbrechender Gemeinschaften

16.30 – 17.00 Uhr: Kaffeepause

17.00 – 19.00 Uhr: Panel 1: Methodisch-theoretische Perspektiven

Chair: Marie Louise Herzfeld-Schild (Berlin)

Hauke Egermann (Berlin) – Empathie als Vermittler zwischen Ausdruck und induzierten Emotionen in der Musikrezeption

Anna Schmidt (Göttingen) – Audiosphären – Atmosphären in Hörbeziehungen

Karim Weth (Wien) – Klang und Emotion: Ansätze aus der Timbreforschung

19.00 Uhr: Abendessen

Freitag, 25.04.14

10.00 – 12.30 Uhr: Panel 2: Subjektbildung durch Sound und Klang

Chair: Henning Wellmann (Berlin)

Jens Gerrit Papenburg (Berlin) – Exzentrik und Synkopierung. Subjekte des Ragtime um 1900

Lisa-Marian Schmidt / Carsten Heinze (Berlin/Hamburg) – Der Klang der Moderne: Industrial Music Culture vom Underground zum Mainstream am Beispiel von Throbbing Gristle und Psychic TV

Brigitte Simon (Wien) – Der Heavy Metal Sound und das “White, Male, Working Class”-Image

Svenja Rokitta (Berlin) – Zur Ästhetik des Virtuellen: Das Déjà-entendu in der Musik

12.30 – 14.00 Uhr: Mittagessen

14.00 – 16.00 Uhr: Panel 3: Klangmaterialitäten

Chair: Luis-Manuel Garcia (Berlin)

Felix Gerloff / Sebastian Schwesinger (Berlin) – »Wir tanzen wie Maschinen, im Rhythmus der Maschinen« Die Materialität des Klanglichen im Detroit Techno als Disponent prototypischer emotionaler Erfahrungen der Clubkultur

Axel Volmar (Siegen) – Nostalgie, Distinktion und die Erhabenheit der Technik. Affektbeziehungen zwischen Menschen und Musiktechnologien in der High-end Audio Kultur

Martin Hoffmann (Kissing) – Die venezianische Mehrchörigkeit – Zum Verhältnis von Emotion, Klang und Raum an San Marco

16.00 – 16.30 Uhr: Kaffeepause

16.30 – 18.30 Uhr: Panel 4: Klangpraxis – Doing Sound

Chair: Tim Biermann (Berlin)

Christian Müller (Freiburg) – Doing Jazz – Zur Konstitution einer kulturellen Praxis

Georg Fischer (Berlin) – „Keep it real!“ Die Rolle des Klangs in der Samplingkultur des Hip Hop

Jan Drees (Wuppertal) – Audioflow – Atmodesign als Instrument der HörerInnen-Bindung im Popkulturradio

19.00 Uhr: Abendessen

Samstag, 26.04.14

10.00 – 12.00 Uhr: Panel 5: Klang – Politik – Geschichte

Chair: Anabelle Spallek

Jutta Günther (Saarbrücken) – …von Instrumenten des Irrwahns umlärmt – Wie wirkt Musik und Performanz auf den spätantiken Mensch?

Cornelia Bartsch (Basel) – Die (freie) Fantasiermaschine – zur Konservierung des musikalisch ‚Wilden‘ im Geiste der europäischen Aufklärung

Bodo Mrozek (Berlin) – Heulbojen und Geräuschathleten: Musik als Lärm. Die Debatte um die somatische Wirkung von Klang in den 1950er Jahren.

12.00 – 13.30 Uhr: Mittagessen

13.30 – 15.00 Uhr: Abschlussdiskussion

 Jochen Bonz (Innsbruck)

Luis-Manuel Garcia (Berlin)

Holger Schulze (Berlin)

Bianca Ludewig (Innsbruck)

Ort: Max-Planck-Institut für Bildungsforschung, Lentzeallee 94 14195 Berlin.
Termin: 24.-26.04.14