In the Mix: Billie Eilish – Infinite Bad Guy

Screenshot „Infinite Bad Guy“

„Infinite Bad Guy“ ist ein interessantes Projekt und eindrucksvolles Zeugnis der digitalen Remixkultur: Basierend auf dem einschlägigen Riesenhit von Billie Eilish (mehr als eine Milliarde Klicks allein auf Youtube) sind dutzende, vermutlich sogar hunderte Remixes und Cover-Versionen entstanden, die größtenteils bei Youtube zu finden sind. „Infinite Bad Guy“ sortiert und mischt die Versionen zusammen, die Genres verändern sich, aber die Geschwindigkeit bleibt.

“Bad Guy” by Billie Eilish has inspired thousands of fans to cover the song on YouTube. Their versions are amazing to watch, spanning almost every country, language, and genre. We built this A.I. experiment to celebrate them, and see what would happen if they could all play together. It’s an infinite music video, weaving together an ever-expanding collection of thousands of covers. Machine learning keeps all these covers on the same beat and lets you jump from video to video seamlessly.

Das Ganze scheint ein Projekt von Youtube Music und Google AI Experiments zu sein, wobei ich noch nicht herausgefunden/kapiert habe, was das mit AI und Machine Learning genau zu tun hat. Vielleicht auch nur das Label, damit es sich besser klickt.

Mich würde zudem interessieren, ob Billie Eilish und ihr*e Co-Songwriter*in bzw. ihr Verlag für die Coverversionen monetarisiert werden.

Zu Daft Punk „Get Lucky“ gab es vor ein paar Jahren eine ähnliche Remix-Dynamik; dazu habe ich bei iRights.info 2016 einen Artikel verfasst, in dem ich die besondere Beziehung zwischen Original und Kopien in diesem Fall erläutere.

Mit Merch Table Spotify-Playlists über Bandcamp kaufen

Die Musik-Kuratier-Website Hype Machine bietet die Funktion „Merch Table“: Man kann Spotify-Playlist reinkippen und erhält automatisch die Links zu den Bandcamp-Profilen der Tracks.

Das ist praktisch und sinnvoll, wenn man die Künstler*innen bzw. Labels direkt unterstützen will (beispielsweise im Rahmen der Bandcamp Fridays).

Trotzdem: Ich bin hin- und hergerissen zwischen dem Fakt, dass es den tollen Service gibt, und dem Problem, dass es ihn offenbar geben muss

[via]

Remixing Mona Lisa

Ich vermute, die „Cover Version“ bezieht sich hierauf.

[via ClassicFM]

Vor etwa hundert Jahren: Portable Plattenspieler

1924 patentierten zwei ungarische Brüder einen Taschenplattenspieler namens „Mikiphone„, mit dem sich Schelllackplatten abspielen ließen. Der kommerzielle Erfolg war nicht offenbar nicht besonders groß, drei Jahre später wurde die industrielle Produktion schon wieder gestoppt. Trotzdem – oder gerade deswegen – ein interessantes Artefakt aus der Technikgeschichte der Musikindustrie. Über die drei Bilder bin ich in einem Tumblr gestolpert, das Video zeigt, wie sich das Mikiphone bedienen lässt.

Wax Poetics Volume 2 – Crowd Funding

Die Digging-Zeitschrift „Wax Poetics“ ist vor ein paar Jahren in der Versenkung verschwunden. Doch ein Comeback ist in Vorbereitung. Auf ihrer Kickstarter-Page wirbt die Zeitschrift nun für ein Modell mit Mitgliedschaft und jährlichem Beitrag:

Sadly, in 2016 Wax Poetics joined the long list of music publications no longer released on news-stands, continuing only as a print on demand title releasing occasional issues.  Now, in a time where quality music journalism is being further diluted, the world needs a return to real music writing and discovery.  So next year, under new ownership but still working with the original founders and editorial team, Wax Poetics is reshaping and relaunching. To keep inspiring generations of music lovers. To keep them discovering music and the stories behind it.

Wenn ich das richtig sehe, ist das Projekt bereits finanziert. Mitglied werden kann man sicherlich aber trotzdem noch, the more the merrier. Wer sich für das Konzept interessiert, hier gibt’s auch ein nettes Imagefilmchen dazu: