In the Mix: Mark Rae – Ordered from the Catalogue

Großartiges Mixalbum von Mark Rae, der sich durch den Backkatalog seines Labels Grand Central Records mixt. Feine Trackauswahl und schöner Spannungsbogen, alles richtig gemacht… Den Mix kann man sich hier in voller Länger auf Youtube anhören. Styles: HipHop, Downbeat, Breakbeats, Soul.

Wikipedia weiß dazu:

Ordered from the Catalogue, subtitled 100% live mix by Mark Rae, is a compilation album of material from Grand Central Records‘ back catalogue. It is a DJ mix album,mixed by Mark Rae. It was originally released on 7 May 2001 and re-released with an alternative sleeve on 12 January 2004.

Tracklist:

  1. “When 6 Loves 9″ – Only Child
  2. “Second St Gogo” – Tony D
  3. “Catch A Rude Awakening” – Rae & Christian
  4. “Head To Head” – Fingathing
  5. “I’ve Got A Right (The Nextmen remix)” – Only Child
  6. “Following The Noughties” – J-Walk
  7. “Getting It On (Aquanote remix)” – Only Child
  8. “Come On Girls” – Fingathing
  9. “Underground Crown Holders” – Aim
  10. “Ain’t Nothing Like (The Nextmen remix)” – Rae & Christian
  11. “You Fly Me” – Fingathing
  12. “Cold Water Music (Deadbeats remix)” – Aim
  13. “Swimming Pool” – Rae & Christian
  14. “Habib” – Riton
  15. “Space Disco Latino” – Only Child
  16. “The Squirrel” – Mr. Scruff & Mark Rae
  17. “Take Control” – Riton
  18. “Wake Up Everybody (R&C Mix)” – Rae & Christian

oftc

18./19. Juli 2014: Nachwuchsworkshop der Gesellschaft für Popularmusikforschung, Braunschweig

Am 18. und 19. Juli 2014  findet der 5. Nachwuchsworkshop der Gesellschaft für Popularmusikforschung e.V. statt, in Kooperation mit dem Institut für Musiksoziologie der mdw – Universität für Musik und darstellende Kunst Wien und dem  Institut für Musik und ihre Vermittlung der TU Braunweig. Am Samstag Vormittag werde ich das erste Mal mein Dissertationsthema “Urheberrecht und Kreativität in der Musikproduktion” zur Diskussion stellen.

Technische Universität Braunschweig
Institut für Musik und ihre Vermittlung
Rebenring 58, 38106 Braunschweig
Großer Musiksaal (Raum-Nr. -133A)

 

Programm als PDF
Freitag, 18.07.2014

14.00 Begrüßung und organisatorische Anmerkungen
14.15-15.00 Klaas Ullmann (Universität Oldenburg)
„Disco Codes“ – Das Phänomen Disco in der aktuellen Club-Szene
15.00-15.45 Josef Schaubruch (Hochschule für Musik Mainz)
Studien zu Schnittstellen zwischen zeitgenössischer „Echtzeitmusik“ und
elektronischer Tanzmusik
15.45-16.15 Pause
16.15-17.00 Lena Müller (Humboldt-Universität zu Berlin)
Geschlechterdarstellungen im Klang von Popmusik
17.00-17.45 Milena Virchow (Hochschule für Bildende Künste Braunschweig)
Die Darstellung von Männlichkeiten in der Heavy-Metal-Mockumentary
„This Is Spinal Tap“
17.45-18.00 Pause
18.00-18.45 Magdalena Fürnkranz (Universität für Musik und darstellende Kunst Wien)
Derek Jarmans „Jubilee“: Elisabeth I. zwischen Renaissance und punkdominierter
Postmoderne
18.45-19.30 Lennart Sörnsen (Hochschule für Bildende Künste Braunschweig)
Synchronisationspunkte – Die Verknüpfung von Bild & Ton in den Musikclips
von Michel Gondry
Danach gemeinsames Abendessen

 

Samstag, 19.07.2014
09.00-09.45 Jonas Menze (Universität Salzburg)
Die Rahmenbedingungen und Entwicklungstendenzen des deutschsprachigen Musicals
09.45-10.30 Bianca Ludewig (Universität Innsbruck)
Urbane Musik-Festivals an der Schnittstelle von Pop, Diskurs und Medienkunst
10.30-11.00 Pause
11.00-11.45 Georg Fischer (Freie Universität Berlin)
Kreativität der Umgehung oder Umgehung der Kreativität? Überlegungen zur
digitalen Musikproduktion im Spannungsfeld von Recht und Praxis
11.45-12.30 Jennifer Beyer (Technische Universität Braunschweig)
Hip Hop in Braunschweig
12.30-13.15 Mittagspause
13.15-14.00 Arne Fischer (Hochschule für Bildende Künste Braunschweig)
Rocksmith 2014
14.00-14.45 Anita Mellmer (Universität Mozarteum Salzburg)
Fingerpicking/Fingerstyle. Studien zur Notation und Interpretation einer Gitarrentechnik
14.45-15.00 Pause
15.00-15.45 Julia Ehmann (Oxford Brookes University)
Radiohead und das Konzept von Genre: Eine Suche nach stilistischer Bedeutung
an der Schwelle zwischen Text und Diskurs
15.45-16.00 Verabschiedung

Leitung, Organisation und Moderation des Workshops:
Dr. des. Sarah Chaker (Universität für Musik und darstellende Kunst Wien)
Dr. Dietmar Elflein (Technische Universität Braunschweig)

CfP: Hip Hop Studies: Global and Local (Helsinki)

Finnish Youth Research Society and Social and Cultural Anthropology, University of Helsinki:
“Hip Hop Studies: Global and Local”
13 September 2014 – University of Helsinki, Finland
Deadline: 31 July 2014

The Finnish Youth Research Society and the University of Helsinki’s discipline of Social and Cultural Anthropology are pleased to announce an international and interdisciplinary symposium showcasing contemporary studies of hip hop from established and emerging scholars from Finland and around the world.

The symposium theme, Hip Hop Studies: Global and Local, focuses critical attention on the relationship between the globalization of hip hop and its many diverse manifestations in localities around the world, revealing hip hop’s complexities and contradictions. The worldwide popularity of hip hop can be attributed to both the immense power of the global culture industry, and to the vitality of countless local ‘underground’ hip hop scenes. Moreover, while the globalization of hip hop has introduced common elements in popular music and youth culture worldwide, localized expressions of hip hop are often suspicious of (sub)cultural homogenization and imitation.

Three international speakers will address the symposium: Alex Perullo (Bryant University, USA), Benita Moolman (Human Sciences Research Council, South Africa), and Tony Mitchell (University of Technology, Sydney, Australia).

We invite proposals for individual presentations, analyzing the production and consumption of hip hop from anywhere in the world and from any scholarly discipline. In addition to questions of the influence of national and regional cultures, organizers are particularly interested in the influence of class inequality, migration, spirituality, and gender relations upon hip hop in global and local perspectives.

Please email an abstract of 200–300 words along with your name, affiliation, and contact details to ibrahim.abraham@helsinki.fi before 31 July 2014. Confirmation letters will be emailed on 01 August 2014.

This symposium will launch a new scholarly imitative, the Research Network on Hip Hop in Finland. Further details about this network will be made available at the symposium event.

Organizers are exploring opportunities to develop a publication from the symposium. Participation in the symposium is free, but organizers regret that no funds are available to subsidize travel or accommodation.

The language of the symposium will be English.

[via iaspm-dach]

Konferenz: Auditive Wissenskulturen. Das Wissen klanglicher Praxis, 18.–21.6.2014, Graz

Im Juni 2014 steht eine weitere Tagung an, bei der ich teilnehmen und vortragen werde. Diesmal ist es die viertägige Konferenz über “Auditive Wissenskulturen” Mitte Juni in Graz. Die Keynotespeaker sind Karin Knorr-Cetina (Konstanz/Chicago) und Philip V. Bohlman (Chicago/Kassel). Programm und Organisation sind sehr vielversprechend! Wer noch teilnehmen möchte, kann sich hier anmelden.

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Aus dem offiziellen Ankündigungstext:

Institut für Ethnomusikologie, Universität für Musik und darstellende Kunst Graz
Zentrum für Systematische Musikwissenschaft, Karl-Franzens-Universität Graz

AUDITIVE WISSENSKULTUREN. DAS WISSEN KLANGLICHER PRAXIS

Die sozial- und kulturwissenschaftliche Erforschung musikalischer und anderer klanglicher Praktiken ist stets mit spezifischen Wissensformen konfrontiert, die aber zumeist nur implizit behandelt werden. Die Rolle, die Musik und andere Klänge in verschiedenen sozialen und kulturellen Kontexten spielen, hängt unmittelbar mit dem Wissen sozialer Akteurinnen und Akteure zusammen, welches in bestimmter Weise (re)produziert wird. Wis- sen nimmt dabei sowohl diskursiv verfügbare, kognitive und explizite Formen an, als auch körperlich-gebundene, praktische und oft implizite. Verschiedene kulturelle Kontexte prägen auditive Wahrnehmungen, unterschiedliche soziale Prozesse geben Schall Bedeutungen, machen ihn zu Lärm, Geräusch, Signal oder Musik. Verschiedene Disziplinen bieten hier unterschiedliche Zugänge mit ihren jeweiligen Vorzügen an, die im Symposium durch gegenseitigen Austausch gestärkt werden sollen.

Auditive Wissenskulturen umfassen die Produktion, Distribution und Anwendung klanglichen Wissens und machen Schall und Klänge zu Trägern spezifischer Bedeutungen, die an ein bestimmtes Verstehen gekoppelt sind und auch in ihrer Erzeugung mit bestimmten Kompetenzen verbunden sind. Klänge dienen zur Heilung, dem Erkenntnisgewinn, oder als Warnung vor Gefahren, zur Konstruktion von Identitäten oder zur Vertreibung unerwünschter Subjekte. Auditives Wissen ist somit in Machtverhältnisse integriert und auch mit der Produktion und Reproduktion sozialer Ungleichheitsverhältnisse verbunden.

Im interdisziplinären und internationalen Symposium „Auditive Wissenskulturen: das Wissen musikalischer Praxis“ wird ein explorativer Austausch zwischen verschiedenen Zugängen aus Kultur-, Geistes-, und Sozialwissenschaften stattfinden, wodurch auditive Wissenskulturen aus unterschiedlichen Perspektiven vorgestellt, verglichen und diskutiert werden können.

WEITERFÜHRENDE INFORMATIONEN UNTER:

WWW.AUDITIVEWISSENSKULTUREN.AT

Das breite Programm lässt ebenfalls eine intensive und anregende Auseinandersetzung mit “auditiven Wissenskulturen” erwarten, sowohl in theoretischer als auch in empirischer Hinsicht!

Mittwoch, 18.6. – Karl-Franzens-Universität, ReSoWi Bauteil A, SZ 15.21

 

ab 9:00

Registrierung

 

 

 

 

9:45

Eröffnung

Richard Parncutt (Graz), Gerd Grupe (Graz): Grußworte

 

 

Hein Schoer (Wiesbaden): The Sounding Museum (Einführung zur Installation)

 

 

 

10:30

Keynote Lecture
chair Martin Winter

Karin Knorr-Cetina (Konstanz/Chicago): Wissenskulturen: Was ist das und was wissen wir über sie?

 

 

           mit Kommentar von Philip V. Bohlman

12:00

Pause

 

 

 

 

12:30

Perspektiven
chair Bernd Brabec

Jin-Ah Kim (Berlin): Musik als auditives Wissen aus praxeologischer Perspektive

 

 

Matthias Lewy (Berlin): Auditive Formen des Wissenstransfers in den Guyanas

 

 

Wolfgang Gratzer (Salzburg): Wer weiß? Musikhören, Wissen und die Annahme auditiver Wissenskulturen

14:30

Pause

 

 

 

 

16:00

Hören als Methode
chair Malik Sharif

Gregor Kokorz (Graz): Hermann von Helmholtz und die Erfindung des Hörens als wissenschaftliche Methode

 

 

Axel Volmar (Siegen): Klang-Experimente. Zur Geschichte der auditiven Kultur der Naturwissenschaften seit 1800

 

 

Judith Willkomm (Siegen): „Ich seh halt nichts, ich hör nur was“: Über implizites Hörwissen von Fledermäusen

 

 

Fritz Schlüter (Berlin): Soundscape-Ethnographien? Field Recordings im Rahmen ethnographischer Stadtforschung

18:30

Pause

 

 

 

 

19:00

Keynote Lecture
chair 
Bernd Brabec

Philip V. Bohlman (Chicago/Kassel): Auditives Wissen im Moment der Ekstase

 

 

           mit Kommentar von Karin Knorr-Cetina

 

 

 

20:30

Empfang

 

Donnerstag, 19.6. – Kunstuniversität, Reiterkaserne, Ira Malaniuk-Saal

(Klanginstallation von Hein Schoer im Seminarraum 150 und Poster-Ausstellung im Konferenzraum)

 

9:00

Klangontologien
chair Frithjof Nungesser

Angela Grünberg (Sheffield): Klang als Handlung: Ausdruck einer Beziehung zur Welt und ihrer Tatsachen

 

 

Wei-Ya Lin (Wien): Bei uns gibt es keine sogenannte Musik, wirmianoanood (singen)! – Eine Studie zur Erforschung des auditiven Wissens der Tao

 

 

Malik Sharif & Bernd Brabec de Mori (Graz): Auditives Wissen und ontologisch-epistemologischer Relativismus. Ein Dialog für zwei Ethnomusikologen

 

Pause

 

 

 

 

11:30

Sozioakustik
chair  Armin Ziegler

Thomas Kusitzky (Weimar/Berlin): Bedingungen einer Kultur des auditiv-städtischen Gestaltens

 

 

Thomas Felfer (Graz/Lech): Auditive Forschung mit Kindern

 

 

Maria Dillschnitter (Halle/Lübeck): Doing hearing? Zum Wissen über das Hören in der Hörgeräteversorgung

13:30

Mittagspause

 

 

 

 

15:00

Lokalitäten
chair Sabrina Sattmann

Thomas Järmann & Johannes Müske (Zürich): Klingende ‹Swissness›. Geistige Landesverteidigung in der klanglichen Praxis des Schweizer Auslandsradios – Schallarchivalien als kulturwissenschaftliche Quellen

 

 

Anna Schmidt (Göttingen): Audiosphären als Basis lokaler musikalischer Klangästhetiken

 

Pause

 

 

16:45

Musikbeitrag

Erica Bisesi (Graz/Gorizia), Klavier: Wanderung, Verwandlung und Verklärung

 

 

 

17:30

Machtverhältnisse
chair Sarah Zapusek

Nora Bammer de Rodriguez (Krems/Wien): Die Macht singender Shuar und ihrer Geister

 

 

Susanne Sackl-Sharif (Graz): Zum auditiven (Geschlechter-)Wissen von Metalfans

Freitag, 20.6. – Kunstuniversität, Reiterkaserne, Ira Malaniuk-Saal

(Klanginstallation von Hein Schoer im Seminarraum 150 und Poster-Ausstellung im Konferenzraum)

9:00

Klassifikation
chair Stefan Reichmann

Martin Winter (Aachen): Musikgenres als Wissen: Die Ko-Konstruktion von Punkrock und Männlichkeiten.

 

 

Kai Ginkel (Darmstadt/Wien): Das Wissen des Noise: Zur „sozio-sonischen“ Bedeutung von Klang

10:15

Poster Session

 

 

 

 

11:15

Musicking
chair Susanne Sackl

Christian Müller (Freiburg): Doing Jazz – zur Konstitution einer kulturellen Praxis

 

 

Matthias Haenisch (Potsdam): Verteiltes Handeln – Wissen in Interaktion. Zur Performativität zeitgenössischer Improvisation

 

 

Holger Schwetter, Lena Respondek & Dominik Schrage (Kassel/Lüneburg): „Wenn Du das oft genug erlebt hast, dann arbeitest Du gezielt darauf hin, weil es so unheimlich schön ist.“ Implizites Wissen und die Organisation musikalischen Erlebens

13:15

Mittagspause

 

 

 

 

15:00

Musikbeitrag

Fränk Zimmer & Heimo Ranzenbacher (Graz), sounding lecture: from the distance

 

 

 

15:30

Klangproduktion
chair Martin Winter

Felix Gerloff & Sebastian Schwesinger (Berlin): Remixen. ccMixter als klangkulturelles Dispositiv

 

 

Georg Fischer (Berlin): „Keep it real!“ Das Wissen klanglicher Praxis in der Samplingkultur des HipHop

 

 

David Waldecker (Darmstadt): Wissensformen im Tonstudio: Zur Ethnographie des Musikaufnehmens

 

 

Patricia Jäggi (Luzern/Basel): «Bruitage. Kuhglocken vor einem Chalet (ein Flugzeug fliegt darüber)» – Das Gestaltungsmittel Geräusch als Wissensformat

 

Pause

 

 

 

 

19:00

Konzert und Dinner

im Café Stockwerk Jazz, Musik: maneki nekoč

Samstag, 21.6. – Kunstuniversität, Reiterkaserne, Ira Malaniuk-Saal

 

9:00

Identitäten
chair Juan Bermúdez

Lorenz Beyer (Wien): Transkulturelle Wissensdistribution und bayerische Codierung. Fallbeispiel aus Oberbayern: LaBrassBanda, die Cubaboarischen, Monaco Fränzn

 

 

Rinko Fujita (Wien): Verfremdung der eigenen Musik: zum Problem der empirischen Untersuchung traditioneller japanischer Musik

 

 

Ania Mauruschat (Basel): Oszillator, Bandmaschine, Cut-Up, Loop, Rewind: Das auditive Wissen der Produzentinnen des BBC Radiophonic Workshop

 

Pause

 

 

 

 

11:30

Multimedia
chair Florian Eckl

Sandra Aßmann & Peter Moormann (Köln): Musik erleben – Musik erlernen: Prozesse der Wissens- und Bedeutungsgenerierung am Beispiel des Computerspiels

 

 

Barbara Alhuter (Wien): Auditive Wissenskulturen im Mainstream-Film

 

Umbaupause (kurz)

 

 

 

 

12:45

Musikbeitrag

Bertl Mütter (Steyr): listening comprehension

 

 

 

13:30

Abschlussdiskussion
chairs Martin Winter & Bernd Brabec de Mori

Auditive Wissenskulturen – Konzepte, Ausblick, Publikation der Beiträge

 

 

Podium: Karin Knorr-Cetina (Konstanz/Chicago), Philip V. Bohlman (Chicago/Kassel), Rosa Reitsamer (Wien), Gerd Grupe (Graz)

15:00

Ende der Tagung

 

 

 

Doku: “Dramadigs – Musik aus Musik” von Julia Haase

Screenshot aus der Doku

Letzte Woche wurde ich auf eine sehr tolle kurze Doku namens “Musik aus Musik” aufmerksam gemacht. Im Rahmen ihrer Masterarbeit an der UdK Berlin hat Julia Haase zusammen mit Christian Limber einen Film gedreht, der das HipHop-Duo Dramadigs bei der Arbeit begleitet. Arbeit heißt in dem Fall: Crate-Diggin’ auf dem Flohmarkt, Rückzug ins Studio, Auswählen, Sampeln, Choppen, den Beat zusammenbasteln und abschließend den eigenen Text einrappen. Ich finde die Doku auch deshalb so empfehlenswert, weil es im deutschsprachigen Raum im Grunde kaum vergleichbare Filme gibt, die so hautnah an der Produktion eines HipHop-Beats dran sind und die die einzelnen Phasen des Produktionsprozesses dokumentieren. Außerdem sind die beiden Bremer von Dramadigs wirklich sehr sympathische Jungs, denen man gerne bei der Arbeit zuschaut. Im letzten Teil des Films sprechen sie auch über urheberrechtliche Verwicklungen, mit denen sie sich beim Sampeln auseinandersetzen müssen. Sie offenbaren sich dabei nicht komplett: Ein paar Tricks behalten sie auch für sich, beispielsweise die Quellen mancher ihrer Samples und ähnliches, aber das gehört zum “Game” natürlich auch dazu. Der Film ist veröffentlicht bei Melting Pot Music.

Auf der Bandcamp-Seite von Dramadigs gibt’s auch den aktuellen Release zu kaufen. Check this…

Beitragsbild: Screenshot aus der Doku.

Arbeitstagung Soziologie und Sozialgeschichte der Musik, 23.-25. Mai 2014, Wien

Plakat_neu_grAm kommenden Wochenende bin ich in an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien, um an der Arbeitstagung “Soziologie und Sozialgeschichte der Musik” teilzunehmen und einen Vortrag über Kreativität, Neuheit und Innovation des Samplings in Avantgarde und Populärkultur zu halten.

Aus dem Ankündigungstext:

Angesiedelt an der Nahtstelle zwischen „Musik(en)“ und „Gesellschaft(en)“ hat das Fach Musiksoziologie im Verlauf seiner Geschichte recht heterogene theoretische Positionen und methodische Ansätze hervorgebracht. Je nach disziplinärer Verortung des/r Wissenschaftlers/in (z. B. in den Musikwissenschaften, in der Soziologie, Anthropologie, Ethnologie, in den Kulturwissenschaften) fallen nicht nur die Ansichten darüber, was eigentlich der „Gegenstand“ von Musiksoziologie sei, mitunter ziemlich unterschiedlich aus, sondern die Beteiligten verfügen zum Teil auch über ganz verschiedene Wissensbestände und methodische Kompetenzen. Deren jeweiligen Potentiale – aber auch Grenzen – auszuloten und Anschlussmöglichkeiten an die eigene Forschungsarbeit für andere sichtbar zu machen sind zentrale Ziele der Arbeitstagung. Neben der Förderung und Intensivierung des kommunikativen Austausches von FachkollegInnen über Disziplingrenzen hinweg soll anhand der Vorstellung ausgewählter Forschungsprojekte auch konkret veranschaulicht werden, wie inter- bzw. transdisziplinäre Zusammenarbeit in der musiksoziologischen Forschungspraxis funktionieren kann.
 
Die Teilnahme an der Tagung ist kostenlos. Allerdings bitten wir um formlose Anmeldung per mail bis spätestens 30.04.2014 (chaker-s@mdw.ac.at).
Selbstverständlich ist die Arbeitstagung auch für GasthörerInnen offen, die nicht Mitglied der GfM oder der Fachgruppe sind. Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!
 
Sarah Chaker
Wolfgang Fuhrmann


Unter diesen Links gibt’s das vollständige Programm sowie das “Book of Abstracts”.

Film und Infografik: The History of Samplers

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Mal wieder ein spannendes Filmprojekt! Die Leute von Wickiemedia möchten via Crowdfunding eine Dokumentation über die Geschichte des Samplings und – vor allem – der Sampler drehen. Dazu haben sie bei indiegogo schon mal ein nettes kleines Video veröffentlicht, das Lust auf mehr macht. Wer will, kann das Projekt bei indiegogo auch unterstützen. Hier ein kleiner Auszug aus dem Pressetext, aus dem hervorgeht, was der Anlass und Zweck des Films sein soll:

This fully featured documentary is all about the history of samplers and answers many questions about sampling. Actual video footage will be accompanied with very visual animations. -I am using a new design-style and typography which I think will look awesome!

  • In-depth documentary about sampling and sampling techniques.
  • Unique drum-sample library, produced especially for this project.
  • Produced and directed by Wick van den Belt.

 The documentary will be a full-length WickieMedia-style documentary. This means it will contain a lot of technical details, background information and have a very educational overall feel while at the same time being very entertaining to watch.

So ambitioniert und toll das hier auf dem “Papier” klingt – ob der Film tatsächlich so entstehen und veröffentlicht werden kann wie gewünscht, hängt nicht nur von der geglückten Finanzierung ab. Bei dem großartigen Sampling-Film “Sample: Not for Sale” von Mike Redman, über den ich hier und hier schon mal berichtet habe, konnte eine öffentliche und kommerzielle Veröffentlichung nicht erreicht werden, weil es schlicht unmöglich war, die verwendeten Samples einwandfrei zu klären. Eine Sampling-Doku, die aus Sample-Clearence-Trouble nicht veröffentlicht werden kann… Ironisch? Geradezu zynisch!

Um den Film und seine Finanzierung zu pushen, hat Wickiemedia übrigens eine sehenswerte Infografik zur Sampler-Historie erstellt.

We’re going to take a look at a timeline of samplers starting in the 60’s and 70’s all the way through the 80’s and 90’s : the era in which many influential samplers were created.

8 bit samplers in the late 70′s.

12 bit samplers in the 80′s.

16 bit samplers in the late 80′s and 90′s.

24 bit Software samplers nowadays.

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