5th Vienna Music Business Research Days, 1.-3.10.2014 in Wien

Nächste Woche finden in Wien wieder einmal die Vienna Music Business Research Days statt. Im Rahmen dieser transdisziplinären Konferenz, an der Wissenschaftler und Leute aus der Praxis teilnehmen, gibt es auch einen Nachwuchsworkshop für Doktoranden. Dort halte ich einen Vortrag über den Zusammenhang von Urheberrecht und Kreativität in der Musikproduktion. Ich freue mich insbesondere, dass auch Philip Stade von der Uni Köln dabei ist und über seine Forschung zu Musik und Copyright sprechen wird!

Die Wiener Tage der Musikwirtschaftsforschung setzen sich zum Ziel, Wissenschafter/-innen aus allen Disziplinen und Praktiker/-innen aus dem Musikbusiness einmal im Jahr in Wien zu versammeln, um sich über aktuelle Fragen und neueste Ergebnisse der Musikwirtschaftsforschung auszutauschen.

Die Musikwirtschaftsforschung versteht sich als Inter-Diszplin an der Schnittstelle wirtschaftlicher, künstlerischer, insbesonders musikalischer, kultureller, sozialer, rechtlicher, technologischer aber auch darüber hinausgehender Entwicklungen, die zur Entstehung, Verbreitung und Rezeption des Kulturgutes Musik beitragen. Sie ist einer Methodenvielfalt verpflichtet und für alle Interessierte aus Wissenschaft und Praxis offen.

Nachfolgend das aktuelle Programm des Workshops und der weiteren Konferenz:

Programm am 1. Oktober 2014: Young Scholars’ Workshop

5th Vienna Music Business Research Days 2014

Oct. 1st, 2014, 10:00-18:00

Large Conference Room at the Institute for Cultural Management and Cultural Studies (IKM), Anton- von-Webern-Platz 1, 1030 Vienna, Austria

10:00-10:30 Welcome address by Carsten Winter & Peter Tschmuck

The Role of Copyright in the Music Business

Chair: Dagmar Abfalter (University of Music and Performing Arts Vienna, Austria)

Georg Fischer (Free University Berlin): Creativity of “Getting Around” or Getting Around of Creativity? On the Urheberrecht’s Effect on the Production of Music

Mentoring and discussion: Peter Tschmuck (University of Music and Performing Arts Vienna, Austria)

Philip Stade (Hochschule für Musik und Tanz Köln): “Copyrights Are for Losers” – How Musicians Present Themselves with Regard to Copyright

Mentoring and discussion: Guy Morrow (Macquarie University Sydney, Australia)

Lunch Break

Crowdfunding and Social Media in the Music Business

Chair: Carsten Winter (Hanover University of Music, Drama and Media, Germany)

Jordana Viotto da Cruz (University Paris 13): Crowdfunding Contributors in Cultural Projects: Evidences on Motivations, Incentives and the “Star System”

Mentoring and discussion: Michael Huber (University of Music and Performing Arts Vienna, Austria)

Lorenz Grünewald & Joachim Haupt (Hanover University of Music, Drama and Media): Value Creation on YouTube – How Musicians, YouTubers and Commercial Networks Create Social, Cultural and Economic Capital

Mentoring and discussion: Patrik Wikström (Queensland University of Technology Brisbane, Australia) Coffee Break

Classical Music Education and Its Cultural Transfer

Chair: Peter Tschmuck (University of Music and Performing Arts Vienna, Austria)

Esther Bishop (Zeppelin University, Friedrichshafen): How Is Tertiary Music Education Related to the Subsequent Professional Occupations of Graduates in Music Performance in Germany? Mentoring and discussion: Carsten Winter (Hanover University of Music, Drama and Media, Germany)

Sona Valipour (Iran University of Science & Technology, Tehran): Live Western Classical Music Costing and Marketing in Iran as a Cultural Product Mentoring and discussion: Dagmar Abfalter (University of Music and Performing Arts Vienna, Austria)

Programm am 2. Oktober 2014

09.00-09.15:  Begrüßung durch die Veranstalter und Einführung in die Thematik der Konferenz

09.15-10.00: Emilien Moyon, Berklee College of Music Valencia, Spanien: “Business Model Innovation in the Recording Industry”

10.00-10.45Paul Resnikoff, digitalmusicnews.com, San Francisco, US  über Geschäftsmodelle von Musikstreamingservices

KAFFEEPAUSE

11.15-12.00:   Peter Jenner (Sincere Management, UK)  und Dennis Collopy (University of Hertfordshire, UK): “The Future of Monetizing Music – the Kristiansand Roundtable Initiative 2025 for the music business”

MITTAGSPAUSE

14.00-14.45Kristin Thomson, Artist Revenue Project, New York, USA über die Einkommenssituation von US-amerikanischen MusikerInnen im digitalen Zeitalter

KAFFEEPAUSE

15.00-15.45:   Elke Schüßler, Management-Department der Freien Universität Berlin, Deutschland: “Regulatory Uncertainty and Business Model Innovation: The (Un)Used Potential of Music Industry Events”

KAFFEEPAUSE

16.00-17.30:   Podiumsdiskussion: How to Monetize Music in the Digital Age

Diskussanten: Keith Harris (PPL und Manager von Stevie Wonder, UK),   Marc Marot (Crown Talent & Media Group, UK), Andy Chen (CEO der ASPIRO Group mit dem Musikstreamingservice WiMP, Norwegen) moderiert von Paul Resnikoff (digitalmusicnews.com, US)

17.45-18.00:  Young Scholars’ Workshop Best Paper Award

ab 20.00:        Besuch eines traditionellen Wiener Heurigen für geladene Gäste

 

Programm am 3. Oktober 2014


Für den dritten Konferenztag, der die gesamte Breite der Musikwirtschaftsforschung in Vorträgen und Diskussionen abbilden soll, findet sich das Konferenzprogramm im pdf-Format hier.

 

3. Oktober 2014, 09:00-18:00

Joseph Haydn-Saal im Hauptgebäude and Großer Seminarraum am Institut für Kulturmanagement und Kulturwissenschaft (IKM), Anton-von-Webern-Platz 1, 1030 Wien

Weitere Infos im Forschungsblog von Prof. Dr. Peter Tschmuck:
http://musikwirtschaftsforschung.wordpress.com/wiener-tage-der-musikwirtschaftsforschung-3/ 

Konferenz: “Conceptualising Popular Music”, 24.-26.10.2014 in Siegen

Öffnungen, Aneignungen, Positionen – die Konferenz findet vom 24. bis 26. Oktober an der Universität in Siegen statt, die zusammen mit der Hochschule für Musik und Tanz Köln auch als Veranstalter fungiert.

Weitere Details zum Programm der Veranstaltung:

“Conceptualising popular music. Öffnungen, Aneignungen, Positionen (Siegen, 24.-26.10.14)

24.-26. Oktober 2014
Universität Siegen
IASPM-DACH Konferenz 2014 in Zusammenarbeit mit der Universität Siegen und der Hochschule für Musik und Tanz Köln
Keynotes:
Eva Georgii-Hemming (Musikhögskolan, Örebro universitet, Schweden)
Gérôme Guibert (Université Paris III, Frankreich)

Die Auseinandersetzung mit „popular music“, populären Musikformen, Popmusik, populärer Musik, populären Musikpraxen, Popularmusik etc. findet international wie auch im deutschsprachigen Raum in sehr verschiedenen disziplinären Zusammenhängen statt: der Soziologie, den Geschichtswissenschaften, den Wirtschaftswissenschaften, der Ethnologie, den Medien- und Kulturwissenschaften, den Sprachwissenschaften, den verschiedenen Regionalwissenschaften und nicht zuletzt in den verschiedenen Fachdisziplinen der Musikwissenschaft und Musikpädagogik. Es ist davon auszugehen, dass entsprechend der in diesen disziplinären Zusammenhängen und „Fachkulturen“ entwickelten Gegenstandsbereiche, Erkenntnisinteressen und Methoden das Feld verschieden konzeptionalisiert wird, die Fragerichtungen jeweils andere sind und die untersuchten Facetten des komplexen Gegenstandsfeldes differieren. Eingedenk des Faktes, dass heute inter- und transdisziplinäres Arbeiten als notwenige Voraussetzung einer adäquaten Auseinandersetzung mit dem angesprochen Feld gilt und dass mittlerweile verschiedene Forscher_innengenerationen aktiv sind, ist von einer gewissen Unübersichtlichkeit des Feldes auszugehen. In den chronisch unterfinanzierten Geistes- und Sozialwissenschaften kann fachliche Desorientierung auch zum Problem werden.

Die erste wissenschaftliche Konferenz des deutschsprachigen Zweigs der IASPM will dieses Dilemma aufgreifen und produktiv machen. Wir wollen wissen, wie in sehr verschiedenen Disziplinen popular music erforscht wird, auf welchen Forschungstraditionen aufgesetzt oder mit welchen gebrochen wird, wer sich auf wen bezieht, welche Fragen gestellt werden, welche Theorien präferiert werden, welche Methoden zur Anwendung kommen und wie diese Perspektiven das Verständnis des Untersuchungsgegenstandes konturieren und damit ggf. sogar auf den Gegenstandbereich selbst zurück wirken, in dem sie „definieren“ und sich dessen ermächtigen, was gemeint ist oder gemeint sein soll (z.B. auf nationalen und internationalen Fachtagungen, als Gutachter_innen, in der Ausbildung von Musiker_innen, Musikpädagog_innen, Vermittlern und Verwertern, auf Forschungsreisen, in Lexika oder in der Musikpolitik).

Programm Freitag
14:00-14:30 Uhr
Begrüßung
14:30-15:30 Uhr
Keynote: “What does the word „popular“ mean in general and in „popular music“ in particular? Conceptual issues in the context of French Sociology”, Gérôme Guibert (Paris, Frankreich)
16:00-17:30Uhr
1. Panel: Inszenierungen und Zuschreibungen – literatur-, theater- und medienwissenschaftliche Perspektiven
(Moderation Michael Rappe)
„Literaturwissenschaft und Populäre Musik: Über Markierungen, Positionierungen und Distinktionsgewinne“,
Martin Butler (Oldenburg)
„Der Auftritt der Musik. Theaterwissenschaftliche Perspektiven zur Erforschung populärer Musik“, Barbara Hornberger (Hildesheim)
„Pop – mehr als Musik. Theorie- und begriffsgeschichtliche Anmerkungen“, Thomas Hecken (Siegen)
17:30-18:00 Uhr
Poster Session für Nachwuchswissenschaftler
18:00-19:30 Uhr
Nachwuchs Workshop mit Susanne Binas-Preisendörfer, Christoph Jacke
18:00-19:30 Uhr
Moderierte Filmvorführung
„Musikalische Dislokationen und fest-flu ssige Bilder oder wie Polka, Cajun und Zydeco in SCHULTZE GETS THE BLUES (D 2003, Michael Schorr) Landschaften verändern“, Silke Martin (Weimar)

Samstag
09:30-11:00 Uhr
2. Panel: Erkenntnistheoretische Perspektiven im Methodenspektrum der (empirischen) Kultur- und Sozialforschung (Moderation Oliver Seibt, Kerstin Klenke)
„Doing Popular Music Studies – Musiksoziologische Perspektiven“, Sarah Chaker (Wien)
„Wired Sounds: Musikethnologische Bestimmungen des Populären“, Julio Mendívil (Hildesheim)
„Differenz und Dekonstruktion in der Vermittlung populärer Musikformen“, Bernhard Weber (Braunschweig)
11:30-12:30 Uhr
„Pop aus instrumentalpädagogischer Perspektive“, Ilka Siedenburg (Münster)
Die Katharsis-Spirale – ein neuer Ansatz zur Erklärung extremer Ausprägungen populärer Musik Jan Hemming
(Kassel)
14:00-15:00 Uhr
Keynote: “How mobile is man? On social sounds of music“, Eva Georgii-Hemming (Örebro, Schweden)
15:15-16:15 Uhr
3. Panel: Wirtschaft, Recht und Standortpolitik – ökonomische Perspektiven auf populäre Musik (Moderation
Sandra Passaro)
„pop© – Sound-Sampling in Urheberrecht und US-Copyright“, Philip Stade (Köln)
„Fremdreferenzialität als legitimes kompositorisches Mittel populärer Musik: Der urheberrechtliche Blick heute“,
Frédéric Döhl (Berlin)
16:45-18:15 Uhr
„Musik, Politik und Stadtentwicklung. Ein politikwissenschaftlicher Zugang zu einer Querschnittsmaterie“, Sonja
Beran (Wien)
„Musik + Wirtschaft: der Einfluss der Musikwirtschaft auf das populäre Genre“, Martin Lücke (Berlin)
„Die Perspektive der Musikwirtschaftsforschung auf Popular Music“, Peter Tschmuck (Wien)
18:30-20:00 Uhr
Mitgliederversammlung
Sonntag
09:30-11:00 Uhr
4. Panel: Stimmen, Sounds und Performance – methodische Differenzierung in der Diskussion (Moderation
Susanne Binas-Preisendörfer)
„Methodenvielfalt in der Popmusikforschung. Chancen und Herausforderungen am Beispiel der
Popgesangsforschung“, Martin Pfleiderer (Weimar)
„Das Erregende und Performative im Sound des “Pop-Musizierens”: Pop – Sound als Stimulans der
massenhaften emotionalen Kommunikation“, Werner Jauk (Graz)
„Klang als Popkultur. Ein methodischer Vorschlag Jens Gerrit Papenburg“ (Berlin) / Holger Schulze (Lüneburg)
11:30-13:00 Uhr
Abschlusspanel mit Susanne Binas-Preisendörfer, Florian Heesch, Michael Rappe, Sandra Passaro, Oliver Seibt
und Kerstin Klenke
Teilnahmegebühr: 35€ / 10 € (Studierenden). Für IASPM-Mitglieder sowie für Studierende der Universität Siegen
und der Hochschule für Musik und Tanz Köln frei.
Anmeldefrist: 1. Oktober 2014
Programm: http://iaspm-dach.net/konferenz-2014/program/
Anmeldungen unter: http://iaspm-dach.net/konferenz-2014/anmeldung/
Kontakt: Michael Rappe: konferenz_2014@iaspm-dach.net oder conference_coordinator@iaspm-dach.net; mobil:
0177/5641926
Florian Heesch: florian.heesch@musik.uni-siegen.de”

Inside/out in der DJ-Booth

Inside/out in der DJ-Booth

Grafik von Johanna Fleischer

„Werft Eure Hände in die Luft…“

Bisweilen lässt sich bei Open Air Parties mit Techno-Musik, die sich im Berliner Sommer besonders gut in freier Wildbahn studieren lassen, ein außergewöhnlicher Moment beobachten. Ich meine diesen besonderen Moment, wenn die Sound hungrige Crowd, auch wenn sie sich bereits seit Stunden auf der Tanzfläche als kollektive “Wunschmaschine” (Deleuze/Guattari) verausgabt hat, immer noch nach mehr giert. Denn sie ist in einem besonderen Zustand, vielleicht auch von einem anderen Stern. Gewöhnt an die stundenlange Tanzerei auf den immer gleichen „Four-to-the-floor“-Rhythmus und vermutlich mittlerweise auch zu zwei Dritteln taub, fordert die Menge nach mehr. Mehr Lautstärke, mehr Bass, mehr Sound, mehr von dem großen Gemeinschaftsgefühl, wenn der Beat erneut reinknallt und alle zum Jubeln die Hände in die Luft schmeißen. Doch was sollen die DJs hinter den Decks tun, die die Potis am Mischpult, den ständigen Forderungen nachgebend, bereits zum Anschlag aufgedreht haben, die Anlage bereits am Limit ihrer Leitsung arbeitet? In vielen Fällen versuchen die Techniker oder Organisatoren noch mehr aus dem Verstärker und den Boxen rauszuholen oder bemühen sich anderer Tuning-Tricks. Doch eines lässt sich heutzutage eher selten beobachten: dass der DJ die ihm zur Verfügung stehenden Monitorboxen – die eigentlich nur für ihn aufgestellt wurden, dass er auch präzise und ungestört vom Geschrei der Meute hören kann – dass er diese seine Monitorboxen in Richtung Tanzfläche dreht, um die Crowd an der Lautstärke „seiner“ Musik teilhaben zu lassen. Wenn es eine gute Party ist, sie sich also dadurch auszeichnet, dass immer mehr gewollt wird, dass es nicht genug sein kann, dann wird dieser Moment von extatischem Jubel und affirmativem Gepfeife begleitet und kann der Feier nochmal zu neuem Schwung verhelfen.

„…und fangt sie wieder auf!“ (5 Sterne Deluxe)

Warum ist das alles aber bemerkenswert? Klar, es ist eine Randnotiz zu einer kleinen Beobachtung, aber manchmal sind die kleinen Außergewöhnlichkeiten ja die besten Indikatoren, um das Gewöhnliche zu bestimmen. Wie gesagt, im Normalfall und je nachdem, wie improvisiert so eine Open Air Party ist, wird das Setup zwischen den Boxen für’s Publikum und den Monitorboxen für die Künstler getrennt. Sean Nye, ein Musikwissenschaftler aus den USA, hat diese Kultur der separierten DJ-Booth genauer untersucht. Er machte die interessante Feststellung, dass das Tragen von Kopfhörern bei DJs und das damit verbundene, exklusive (Vor-)Hören der Musik, zu einer besonderen, auch räumlich separierten Stellung des DJs beiträgt. Der DJ muss die Musik, die er spielen will, normalerweise auf seinem Kopfhörer vorhören, um die Stücke für den Mix in Geschwindigkeit und Klang anzugleichen. Das kann er nur, wenn er weiß, was im nächsten Stücken passiert. Beim Übergang selbst überprüft er gleichzeitig, ob sein angedachter Mix sich auch tatsächlich so anhört, wie er sich das vorgestellt hat. Durch das präzise auditive Abgleichen mithilfe der Monitorboxen kann er flink korrigieren und den Mix vollziehen. Der Kopfhörer, der räumlich markierte Bereich hinter den Decks, der separate Bereich durch die Monitorboxen und manch andere Dekorationsdetails stellen den exklusiven Bereich des DJs sicher und leisten damit ihren Beitrag für das Gelingen der Musik. Insofern ist es nicht verwunderlich, wenn die Meute jubelt, dass ihnen die Monitorboxen zugedreht werden und es dadurch wieder etwas lauter wird. Der DJ hat sich dafür entschieden, auf ein bisschen seiner Exklusivität zu verzichten, zugunsten eines weiteren Partyschubs, indem er für das maschinelle Verhältnis zwischen Musik, DJ und Tanzfläche ein weiteres Scheit in den Ofen wirft.

Referenzen:

  • Deleuze, Gilles/Guattari, Felix (1997): 1000 Plateaus. Übersetzt von G. Ricke und R. Voullie. Berlin: Merve.
  • Eshun, Kodwo (1999): Heller als die Sonne. Übersetzt von D. Dath. Berlin: ID-Verlag.
  • Nye, Sean (2011): Headphone-Headset-Jetset. DJ Culture, Mobility and Science Fictions of Listening in: Dancecult: Journal of Electronic Dance Music Culture 3(1): S. 64–96. Online.
  • Poschardt, Ulf (1997): DJ Culture. Diskjockeys und Popkultur. Reinbeck bei Hamburg: Rowohlt.

Dies ist eine geringfügig veränderte Version des Textes, der ursprünglich im 2. Printmag des Circus Homo Novus’ erschienen ist. Weitere Infos und Bezugsmöglichkeiten für das “CMAG 2″ gibt es unter folgendem Link

 

iCrates App wird eingestellt

iCrates-App-Off

Vor kurzem vermeldete das iCrates Magazin aus Berlin die Nachricht, dass ihr Scan- und Suchdienst von Schallplatten eingestellt worden ist. Die Gründe dafür wurden ebenfalls in der Pressemitteilung angeführt und liegen vor allem in ungeklärten Problemen mit dem Datenbankdienst Discogs.

Hi everybody,

We’re afraid to say we have some sad, sad news.

For the last 5 years we’ve been building a service called the iCrates App to support all your record digging adventures. The app and the accompanying magazine was built without funding or investment, just driven out of the love for music and the passion to create something unique and real within the often overhyped realms of the internet.

But, unfortunately today we’ve had to close the iCrates App.

As most of you have experienced over the last few weeks, the App has had several problems. There have been problems with the internet connection, database failures, missing images etc. Having worked constantly to try and resolve these issues, it has become clear that all the problems we’ve been facing have in fact been made and caused by Discogs, our App’s main data source.

For the last year (ever since it received a big investment from some evil investment company), Discogs has been trying to disable all third party apps and programs that use their database, disregarding their former (holy) principle to keep all the user generated data on which Discogs is built open and accessible to everyone through their search API.
And trust us, they’ve not been playing very fair.

We have really been trying our best to find workarounds in order to keep the iCrates App running and avoid downtimes, but as became clear today, our limited successes are disproportionate to the work we have had to and will continue having to put in.

In other words, Discogs has turned to the dark side and today it is very strong!

Sorry again and thanks for staying with us for so long, it has been an awesome 5 years.

Keep digging,

Your (very sad) iCrates team

 

Das Praktische an der iCrates App war, dass der Barcode einer Schallplatte mit dem Smartphone gescannt werden und anschließend sofort in der Discogs-Datenbank der Marktpreis für jene Platte gesucht werden konnte. Ich habe das selbst einige Male im Plattenladen gemacht und hatte schnell und bequem die entsprechenden Informationen in der Hand. Für Digger natürlich eine famose Sache! Bei vielen Releases hat es auch nicht geklappt, da ja bspw. nicht alle White Labels mit Barcodes versehen werden. Trotzdem fand ich die App immer sehr hilfreich. Dass sich Discogs nun offenbar dazu entschieden hat, die iCrates App zu kicken, ist eigentlich nur dann nachvollziehbar, wenn es eine vergleichbare App von Discogs gäbe. Diese ist bisher allerdings nur für Android verfügbar.

Bleibt zu hoffen, dass iCrates sehr bald eine alternative Datenbank finden oder zumindest ihr Webmag und ihren Vinyl Only Podcast weiterbetreiben. Hier ein toller Mix von einem der ganz großen Digger: Frank Gossner. Über seine Compilation “Lagos Disco Infoerno” habe ich übrigens mal ein Review geschrieben.

 

 

In the Mix: Ghost Notes 08/14

In the Mix: Ghost Notes 08/14

Neue Mischung von Ghost Notes:

t/l:

christopher rau – apple snapple tracking – smallville
roberto rodriguez – steal my heart – serenades
floating points – king bromeliad – eglo
atjazz – does this qualify – atjazz
glenn astro – love jones (ctepeo 57 remix) – tartelet
yør – nachtwache – shtum
max graef ffeat. labuzinski – vino rosetti – tartelet
freddie norwood & dass – gloria east – untzz
phil kieran – going there – hotflush
ian pooley – chord memory 2014 – rejected
iasi – two – superb
erdbeerschnitzel – the ample waters – delsin

SOUNDCLOUD:

 

MIXCLOUD:

Ghost notes - 08/14 by Ghostnotes on Mixcloud

 

DOWNLOAD:

db.tt/AAYB5l7w

In the Mix: Mark Rae – Ordered from the Catalogue

Großartiges Mixalbum von Mark Rae, der sich durch den Backkatalog seines Labels Grand Central Records mixt. Feine Trackauswahl und schöner Spannungsbogen, alles richtig gemacht… Den Mix kann man sich hier in voller Länger auf Youtube anhören. Styles: HipHop, Downbeat, Breakbeats, Soul.

Wikipedia weiß dazu:

Ordered from the Catalogue, subtitled 100% live mix by Mark Rae, is a compilation album of material from Grand Central Records‘ back catalogue. It is a DJ mix album,mixed by Mark Rae. It was originally released on 7 May 2001 and re-released with an alternative sleeve on 12 January 2004.

Tracklist:

  1. “When 6 Loves 9″ – Only Child
  2. “Second St Gogo” – Tony D
  3. “Catch A Rude Awakening” – Rae & Christian
  4. “Head To Head” – Fingathing
  5. “I’ve Got A Right (The Nextmen remix)” – Only Child
  6. “Following The Noughties” – J-Walk
  7. “Getting It On (Aquanote remix)” – Only Child
  8. “Come On Girls” – Fingathing
  9. “Underground Crown Holders” – Aim
  10. “Ain’t Nothing Like (The Nextmen remix)” – Rae & Christian
  11. “You Fly Me” – Fingathing
  12. “Cold Water Music (Deadbeats remix)” – Aim
  13. “Swimming Pool” – Rae & Christian
  14. “Habib” – Riton
  15. “Space Disco Latino” – Only Child
  16. “The Squirrel” – Mr. Scruff & Mark Rae
  17. “Take Control” – Riton
  18. “Wake Up Everybody (R&C Mix)” – Rae & Christian

oftc

18./19. Juli 2014: Nachwuchsworkshop der Gesellschaft für Popularmusikforschung, Braunschweig

Am 18. und 19. Juli 2014  findet der 5. Nachwuchsworkshop der Gesellschaft für Popularmusikforschung e.V. statt, in Kooperation mit dem Institut für Musiksoziologie der mdw – Universität für Musik und darstellende Kunst Wien und dem  Institut für Musik und ihre Vermittlung der TU Braunweig. Am Samstag Vormittag werde ich das erste Mal mein Dissertationsthema “Urheberrecht und Kreativität in der Musikproduktion” zur Diskussion stellen.

Technische Universität Braunschweig
Institut für Musik und ihre Vermittlung
Rebenring 58, 38106 Braunschweig
Großer Musiksaal (Raum-Nr. -133A)

 

Programm als PDF
Freitag, 18.07.2014

14.00 Begrüßung und organisatorische Anmerkungen
14.15-15.00 Klaas Ullmann (Universität Oldenburg)
„Disco Codes“ – Das Phänomen Disco in der aktuellen Club-Szene
15.00-15.45 Josef Schaubruch (Hochschule für Musik Mainz)
Studien zu Schnittstellen zwischen zeitgenössischer „Echtzeitmusik“ und
elektronischer Tanzmusik
15.45-16.15 Pause
16.15-17.00 Lena Müller (Humboldt-Universität zu Berlin)
Geschlechterdarstellungen im Klang von Popmusik
17.00-17.45 Milena Virchow (Hochschule für Bildende Künste Braunschweig)
Die Darstellung von Männlichkeiten in der Heavy-Metal-Mockumentary
„This Is Spinal Tap“
17.45-18.00 Pause
18.00-18.45 Magdalena Fürnkranz (Universität für Musik und darstellende Kunst Wien)
Derek Jarmans „Jubilee“: Elisabeth I. zwischen Renaissance und punkdominierter
Postmoderne
18.45-19.30 Lennart Sörnsen (Hochschule für Bildende Künste Braunschweig)
Synchronisationspunkte – Die Verknüpfung von Bild & Ton in den Musikclips
von Michel Gondry
Danach gemeinsames Abendessen

 

Samstag, 19.07.2014
09.00-09.45 Jonas Menze (Universität Salzburg)
Die Rahmenbedingungen und Entwicklungstendenzen des deutschsprachigen Musicals
09.45-10.30 Bianca Ludewig (Universität Innsbruck)
Urbane Musik-Festivals an der Schnittstelle von Pop, Diskurs und Medienkunst
10.30-11.00 Pause
11.00-11.45 Georg Fischer (Freie Universität Berlin)
Kreativität der Umgehung oder Umgehung der Kreativität? Überlegungen zur
digitalen Musikproduktion im Spannungsfeld von Recht und Praxis
11.45-12.30 Jennifer Beyer (Technische Universität Braunschweig)
Hip Hop in Braunschweig
12.30-13.15 Mittagspause
13.15-14.00 Arne Fischer (Hochschule für Bildende Künste Braunschweig)
Rocksmith 2014
14.00-14.45 Anita Mellmer (Universität Mozarteum Salzburg)
Fingerpicking/Fingerstyle. Studien zur Notation und Interpretation einer Gitarrentechnik
14.45-15.00 Pause
15.00-15.45 Julia Ehmann (Oxford Brookes University)
Radiohead und das Konzept von Genre: Eine Suche nach stilistischer Bedeutung
an der Schwelle zwischen Text und Diskurs
15.45-16.00 Verabschiedung

Leitung, Organisation und Moderation des Workshops:
Dr. des. Sarah Chaker (Universität für Musik und darstellende Kunst Wien)
Dr. Dietmar Elflein (Technische Universität Braunschweig)