Doku: Illegale Schallplatten auf Röntgenbildern („X-Ray Audio“)

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Was Musik mit Knochenbrüchen und „Umgehungskreativität“ zu tun hat. Das ist das Thema dieser kurzen Dokumentation von The Vinyl Factory und Antique Beat. Mir ist auf die Schnelle kein blöderer besserer Titel für den Blogpost eingefallen, im Englischen klingt der Titel der Doku halt viel schöner: „X-Ray Audio Bone Music“. Das Filmchen zeigt, wie man in der Sowjetunion der Nachfrage nach illegaler westlicher Popmusik im Untergrund gerecht werden wollte.

Aus Feuerschutzgründen mussten die Krankenhäuser ihre nicht mehr gebrauchten Röntgenbilder am Ende des Jahres entsorgen. Um sich Arbeit und Kosten zu sparen, wurden diese aber oft auch umsonst abgegeben. Da sich das Material ganz gut eignete, um darauf Musik zu speichern, wurden die Röntgenaufnahmen zur Umgehung der Zensur bald auch als Bootlegs für illegale Musik genutzt – wenn auch mit erheblichen Klangeinbußen: Denn teilweise waren die Nebengeräusche genauso laut wie die gespeicherte Musik, wie einige Musikbeispiele aus dem Film zeigen.

The iconic images of gramophone grooves cut onto x-rays of skulls, ribcages and bones have captured the collective imagination way beyond the music scene. Now for the first time, the complete story of the Soviet x-ray record has emerged, as told by the people who made it happen.

Hier auch noch ein deutscher Bericht von 2011 auf SpiegelOnline.

[via The Wire]

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