Rap

Doku: „Dramadigs – Musik aus Musik“ von Julia Haase

Screenshot aus der Doku

Letzte Woche wurde ich auf eine sehr tolle kurze Doku namens „Musik aus Musik“ aufmerksam gemacht. Im Rahmen ihrer Masterarbeit an der UdK Berlin hat Julia Haase zusammen mit Christian Limber einen Film gedreht, der das HipHop-Duo Dramadigs bei der Arbeit begleitet. Arbeit heißt in dem Fall: Crate-Diggin‘ auf dem Flohmarkt, Rückzug ins Studio, Auswählen, Sampeln, Choppen, den Beat zusammenbasteln und abschließend den eigenen Text einrappen. Ich finde die Doku auch deshalb so empfehlenswert, weil es im deutschsprachigen Raum im Grunde kaum vergleichbare Filme gibt, die so hautnah an der Produktion eines HipHop-Beats dran sind und die die einzelnen Phasen des Produktionsprozesses dokumentieren. Außerdem sind die beiden Bremer von Dramadigs wirklich sehr sympathische Jungs, denen man gerne bei der Arbeit zuschaut. Im letzten Teil des Films sprechen sie auch über urheberrechtliche Verwicklungen, mit denen sie sich beim Sampeln auseinandersetzen müssen. Sie offenbaren sich dabei nicht komplett: Ein paar Tricks behalten sie auch für sich, beispielsweise die Quellen mancher ihrer Samples und ähnliches, aber das gehört zum „Game“ natürlich auch dazu. Der Film ist veröffentlicht bei Melting Pot Music.

Auf der Bandcamp-Seite von Dramadigs gibt’s auch den aktuellen Release zu kaufen. Check this…

Beitragsbild: Screenshot aus der Doku.

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Brenk Sinatra im Interview

Einer meiner derzeitigen Lieblingsproduzenten ist Brenk Sinatra aus Wien. Kaisermühlen’s finest, sozusagen. Dieses Jahr hat er u. a. das Album „Tschüh“ von MA Doppelt produziert, das es hier kostenlos zum Download gibt. Außerdem als S3 das gefeierte Album „Super Soul Shit“. Und natürlich das im Herbst 2011 veröffentlichte Album „Gumbo II : Pretty Ugly“, das zu dem Besten an HipHop gehört, was sich so auftreiben lässt! Hier mal ein Auszug daraus:

Brenk Sinatra hat dem österreichischen Online-Mag The Message ein Interview gegeben, in dem er ausführlich über sein Schaffen, seine Kooperationen mit US-amerikanischen Künstlern und seine Sicht auf die (HipHop-)Dinge Auskunft erteilt. Sehr sympathischer und kluger Kerl, der Herr Brenk.

DJ Friction – The lost Beats Album

Der alte Stuttgarter Beat-Bastler DJ Friction (Freundekreis, Bodymovin), den wir auch schon hier mal mit seiner Samplemania-Reihe vorgestellt hatten, hat diese Woche ein richtig tolles oldschool Album bei bandcamp rausgehauen. Absolut doper shizzle und, ich sag das nicht oft, aber: wer auf HipHop steht, der wird daran nicht vorbei kommen.
 
 
„Before these dope hip hop beats produced by dj friction get lost forever on his harddrive he decided to pair them with acappellas of his vinyl collection to produce this album. If you like 90s samplebased hip hop then this is for you.
 
’nuff said… check it out here: http://djfriction.bandcamp.com/