In the Mix: November 2015

Der November hatte es echt drauf, was coole neue Releases betrifft. Hier wie gewohnt mal eine kleine Auswahl vom tighten Shit, zu den meisten Tracks gibt’s auch ein neues Album, yes yo!

 

Dexter gehört schon seit einiger Zeit zu meinen favorisierten Beatbastlern, jetzt hat er zusammen mit Fatoni ein ganzes Album rausgebracht. Fatoni hat dabei ’nen hehren Anspruch: Er will einfach nur er selbst sein und scheißt daher auf Authitenzät. Nuff said.

Fatoni & Dexter “ Authitenzität“ (vom Album „Yo, Picasso“)

 

Wie man so hört, schustern die beiden Bremer schon seit ’ner Weile an ihrem Rapalbum. Weil das 2015 noch nicht fertig ist, die Jungs aber offenbar ’ne Menge an Beatüberschuss haben, bekommen wir diesen Herbst schon mal die „Rauchzeichen“-LP. Ein super schmuuves Album, läuft bei mir seit einigen Wochen „round’n’round like my washing machine“😉

Dramadigs „Washing Machine ft. Relaén“ (vom Album „Rauchzeichen“)

 

Ein weiterer Berliner Beatbauer, den ich seit ’ner Weile verfolge. Bluestaeb liefert es mal wieder zu heiß (das wissen wir seit „1991 Extraterrestrial„). Auch das neue Album überzeugt und ist nochmal eine Runde verspielter und an manchen Stellen verquietschter als die bisherigen Releases. Absolutes Talent, ich hoffe wirklich, dass er dabei bleibt und seinen Style weiterentwickelt. Ich glaube, dass wir noch da noch einiges an coolem Material hören werden! Thumbs up!

Bluestaeb „One for Papa“ (vom Album „Rodalquilar“)

 

Ja, Floating Points. Viele haben von seinem Album mehr Tanzflächen-artige Musik erwartet, aber ich finde es eigentlich genau richtig, dass er seine LP dafür nutzt, um Vielseitigkeit zu demonstrieren und ein Fusion von Jazz und House zu entwickeln. Für die Clubcuts kann man gut auch EPs oder Singles veröffentlichen. „Elaenia“ ist ein Album, das sich hingegen von vorn bis hinten exzellent durchhören lässt, auch wenn man gerade keine Lust auf Club hat. Mal sehen, für was er seinen Essential Mix heute Nacht so nutzt.

Floating Points „Silhouettes“ (vom Album „Elaenia“)

 

 

Sprunghaft konstant: Wenn Main Concept in Zukunft nur alle zehn Jahre ein Album rausbringt, das dafür aber so sitzt wie das aktuelle „Hier und Jetzt“ oder „Equilibrium“ von 2005, soll mir das nur recht sein. Wer will sich da beklagen? David Papo gondelt in München immer noch mit dem 58er Bus zwischen Baldeplatz und Hauptbahnhof, Main Concepts HQ scheint immer noch am Goetheplatz zu liegen. Ich kann damit sehr gut leben. Freu mich auf das 2025er Album!

Main Concept „Hier und Jetzt Album“

 

Die wohl schönste Haftbefehl-Parodie da draußen kommt vom ZDF. Jan Böhmermann holt die 110 zur Verstärkung, vermutlich gut beraten von Dendemann. Schickes Ding.

Jan Böhmermann „Ich hab Polizei“

 

Bin ich eher so drübergestolpert, fand ich ziemlich beeindruckend, was der Junge mit seinen zehn Lenzen da veranstaltet. Und der Beat passt super drüber, ich mag wie die HiHats da so durchrollen, das flowt schön. Das Instrumental ist übrigens die beste Version, die so zu finden ist.

J.D. Beatz „Apache“

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